Heinrich Kaiser

Zimmermeister Heinrich Kaiser

(Helmut Speiel erinnert sich an Handwerker aus seinem Umfeld)

Eine andere Adresse war der Zimmermeister Heinrich Kaiser in der Kirchstrasse. An seiner rechten Hand fehlten Daumen und Zeigefinger. „Kreissäge„ sagte er nur. Ein brummiger, eisenharter Mann. Als ich ihm sagte, dass mein ater auch Zimmer- und Tischler-Meister gewesen war, wurde er sehr zugänglich. Er erklärte mir vieles. Da brummten Schleifmaschinen, Bandsägen, Hobelmaschinen nur so um die Wette. Mit Handsäge, Handhobel und Schleifpapier durfte ich auch selbst kleine Werkstücke bauen.
Als ich später 1949 ein Ingenieur-Studium anstrebte, kamen mir die Tätigkeiten sehr zugute. Die Metallarbeiten hatte ich als Praktikant bei der Deutschen Erdöl schon erlernt. Jetzt kam noch Giesserei und Formerei dazu.
Ich ging nach Düsseldorf. Ein Onkel hatte mir eine Stelle bei der Maschinenfabrik Malmedie vermittelt. Da kam ich auch noch in die Modelltischlerei. Da wurde gelehrt, wie man Holzmodelle für Giessformen und Giesskerne für Hohlräume in Gussteilen herstellt. Da fiel mir die Zeit bei Heinrich Kaiser wieder ein.