Haben Sie schon mal Boule gespielt? (mehr)

Handwerkliches

Mit dem Luftgewehr haben wir meist mit „Bolzen“ geschossen. Die konnte man mit einer Zange wieder rausziehen und wiederverwenden. Luftgewehrkugeln konnte man nicht mehr kaufen.
Karl-Heinz` Vater Emil hatte eine Idee: Er hatte eine Tafel Walzblei. Er baute zwei Metallplatten im Abstand von 5 mm übereinander, bohrte durch beide Platten ein 4,5 mm Loch. Mit einem 4,5 mm dicken Dorn schlugen wir aus der Bleiplatte wunderschöne Luftgewehrkugeln! Damit war unser „Munitions-Problem“ gelöst.

Wieder einmal hatte sich bewahrheitet, man kann aus nichts was machen!

Viel später, als ich schon bei der DEA schon weiter gekommen war, ging ich als Bohranlagenbetreuer im Januar 1948 mit ins Aachener Braunkohlenrevier. Das war noch vor der Währung.
Mein Werkzeugkasten hatte 3 Schlüssel, 1 Feile, Draht und Isolierband. Mehr war nicht! Aber damit hab ich alles wieder „flott“ bekommen.
Heute, bei meinen 6 Kegelbahn-Anlagen greife ich in Notfällen immer noch auf diese alten Techniken zurück. In über 30 Jahren Laufzeit ist noch keine Kegelstunde ausgefallen.
Das verdanke ich den alten Handwerksmeistern, denen ich aufmerksam zugeschaut habe.

Helmut Speiel