
Die „Solo“-Klingel
Vor dem 1. Weltkrieg und auch danach spielten die sogenannten Tanzordner eine wichtige Rolle. Wer bei einem Tanzvergnügen tanzen wollte, musste ein Tanzband kaufen. Da einige Männer es fertig brachten, das zu umgehen, wurde überraschend eine Kontrolle durchgeführt. Der oberste Tanzordner und seine Helfer sagten eine Polonaise an.
Meistens spielte die Musik „Heinzelmännchens Wachtparade“. Nach dem Klingelzeichen mit der„Solo“-Klingel mussten alle Tanzpaare an den Ordnern vorbei defilieren. Wer kein Tanzband hatte, musste nachbezahlen.
Wie wichtig das damals genommen wurde, sieht man daran, dass die Tanzordner immer gewählt und erwähnt wurden, aber wer die Königswürde errungen hatte, das steht nur auf den Königsketten der Steinförder und Wietzer Schützenvereine.







