„Vor Gott und in Wietze ist nichts unmöglich!“ (Otto Meier, ehem. Rektor der Steinförder Schule)

Torfabbau in Wieckenberg

Hermann Hoppenstedt erzählt dazu:
»Bei der Verkoppelung 1840 fand man auf einem Gebiet am Elzer Weg vor Rundshorn Torf.
Lageplan

Hinweis: Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.

Hier im Ort waren 3 Gebrüder Otte: Heinrich, Fritz und Wilhelm.
Den Fritz und Wilhelm habe ich noch gekannt, das waren so kleine, kräftige Männer. Einer hat auf dem Gebiet Heide gehauen, da hat er gemerkt, dass der Boden so elastisch war, er hat mit einem langen Stock hineingestochen und hat keinen Grund gefunden. Da entdeckten sie, dass das Torf war. Gerade dieser Boden, den die kleinen Leute damals bekommen haben, war nachher so ergiebig. Dann wurde Torf gestochen, jeder Abbauer bekam ein Fuder davon.

Im Frühjahr wurde der Torf verdungen, d. h., bei einer Versammlung wurde die Arbeit ausgeschrieben; wer das billigste Angebot machte, bekam den Auftrag, den Torf zu stechen. Wenn er gestochen war, musste man zusehen, dass man ihn trocken bekam, danach wurde er aufgeringelt, 8 Törbe waren 1 Haufen.
Mit Pferdewagen konnte man nicht auf den Moorboden drauffahren, alles musste erst abgekarrt werden.
Im Herbst, wenn 40.000 bis 50.000 Törbe gestochen waren, wurde alles nach Celle gebracht.
Für 1 Fuder Torf bekamen die Bauern 9 oder 10 Mark. Das war natürlich sehr wenig, aber manches Fuder wurde damals nach Celle geschafft. Unser Wieckenberger Torf war bekannt.
Das Moorloch ist von Torf jetzt ausgebeutet.»