
Das RWE Dea AG-Labor Wietze
Das ehemalige DEA-Labor, Industrietraße 2, ist heute ein Teil der RWE Dea und erbringt analytische Untersuchungen und Consulting auf den Gebieten der Geowissenschaften und der Produktionstechnik für die in- und ausländischen Assets der RWE Dea.
Wietze ist nach wie vor ein Ort, an dem für die Erdölindustrie gearbeitet wird. Im Labor der RWE-DEA AG führen die Mitarbeiter wissenschaftliche Untersuchungen für Projekte in der ganzen Welt durch. Dazu gehört zum Beispiel das Gebiet der Geowissenschaft: Während einer Bohrung werden so genannte Bohrkerne gezogen. In ihnen befinden sich winzige, versteinerte Lebewesen. Durch die Untersuchung dieser Mikrofossilien erhalten die Geologen Aufschluss über die ölführenden Schichten und können ihre Lage und Ausdehnung bis auf einen Meter genau bestimmen. Im Wietzer Labor werden aus Bohrkernen auch Dünnschliffe hergestellt. Das sind sehr dünne, fast durchsichtige Gesteinsscheiben, die unter dem Mikroskop analysiert werden.
Neben der geowissenschaftlichen Forschung spielen produktionschemische Untersuchungen eine große Rolle. Erdöl und Erdgas werden analysiert und Chemikalien für ihre Produktion entwickelt. Die Betriebe werden außerdem zu Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit und im Gesundheits- und Umweltschutz beraten. Zudem erprobt das Labor verschiedene Materialien, wie Spülungsflüssigkeiten oder Möglichkeiten des Korrosionsschutzes
Das Labor Wietze beschäftigt insgesamt heute rund 35 Mitarbeiter, die zum größten Teil mit wissenschaftlichen und experimentellen Aufgabenstellungen befasst sind.
Historisches
Unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkriegs verlegte die DEA ihre Hauptverwaltung aus dem zerstörten Berlin nach Wietze und begann intensive Aktivitäten zur Vergrößerung und Sicherung der Rohölressourcen. Vier Geologen waren hierfür in provisorischen Labors tätig. Durch die Bemühungen der DEA konnten in den Fünfziger und Sechziger Jahren in Deutschland zahlreiche neue Öl- und Gasvorkommen entdeckt werden, überwiegend in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hinzu kamen neue Projekte im Ausland, so in Peru, Syrien, der Türkei, Kanada, Libyen, Algerien, Österreich, Italien, Dubai, dem Iran und dem Oman.
Der Verwaltungssitz der DEA wurde bereits 1947 von Wietze weiter nach Hamburg verlegt.
Das Zentrallabor wurde 1949 gegründet. Vorher existierten nur verstreute Laboreinrichtungen. Das Gebäude, in dem sich heute das Labor befindet, wurde im Jahr 1958 erbaut.
Fotos aus den 60-ziger Jahren
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2010 (NW-Seite)
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