
Familienpolitik
1968 bis 1990
(von Dr. Erich Bunke aus seinem Buch »Wietze im 20. Jahrhundert«)
Wer die standesamtlichen Nachrichten unseres Gemeindeblattes stetig verfolgt, kann feststellen, dass Monat für Monat doppelt (und mehr) so viele Sterbefälle als Geburten gemeldet werden.
Die Jahrgangskinderzahl war trotz Einwohnerzuwachs durch Zuzug von neuen Bürgern von über 100 auf 50 zurückgegangen. Gottlob steigt sie zur Zeit wieder etwas und liegt bei 70 Geburten im Jahr. Jedes Jahr stirbt in der Bundesrepublik eine ganze Stadt von etwa 250.000 Menschen, so groß wie Kiel oder Augsburg.
Nach der Kinderreichtums-Politik in den 30ziger Jahren mit dem Mutterkreuz hatte besonders das Fernsehen Familien mit mehreren Kindern diskreditiert.
Es war die Nds. Landesregierung unter Ministerpräsident Dr. Albrecht, der selbst 5 Kinder hat, der dieser Tendenz erheblich entgegenwirkt.
Bereits im Jahr 1980 hat die Niedersächsische Landesregierung der Familienpolitik neue Impulse gegeben.
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Auch die Kindergeldregulierungen wurden insbesondere durch den Bundesrat, in dem die CDU die Mehrheit hat, gefördert. Die Wohnungsbauförderung für kinderreiche Familien durch die Landesregierung und den Landkreis nutzten wir besonders aus, in dem Herr Marquardt die entsprechenden Anträge und Formalitäten erledigte und auch kinderreichen Familien aus anderen Gemeinden hier ein Eigenheim erhielten.
Die Sozialstation der Gemeinde Wietze hat außer der häuslichen Krankenpflege.auch Pflegemütter anzubieten, die bei Erkrankung oder Kuraufenthalt eine Mutter ersetzen würden. Außerdem kann die Station alten und kranken Mitbürgern Haushaltshilfe zur Verfügung stellen.
Im Rahmen des Betreuungsdienstes durch die Sozialstation wurde ab 01.01.1979 das "Essen auf Rädern" eingeführt. Dadurch sollte allen Bürgern, die pflegebedürtig oder alt und nicht mehr in der Lage sind, sich selbst oder in einer Speisewirtschaft mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen, die Möglichkeit gegeben werden, davon Gebrauch zu machen. Das Essen wird an 5 Tagen von Montag bis Freitag zugestellt. Der Preis pro Menü beträgt 4 DM einschl. Zustellung. Bestellungen sind in der Sozialstation im Rathaus aufzugeben.








