Gedenkstätten: Erste Erdölbohrung

Gedenkstätte an der ersten Erdölbohrung der Welt

Im Jahr 1858, kurz vor dem ersten Ölfund in Pennsylvanien, USA, durch Colonell Drake, brachte Professor Hunaeus bei der "Wallmann'schen Theerkuhle" die erste Bohrung in Wietze nieder. Sie war auf Braunkohle angesetzt, weil man damals glaubte, dass die seit dem Mittelalter bekannten Wietzer Teerkuhlen auch auf tiefere Braunkohlen deuteten. Anstatt Braunkohle anzutreffen, trat durch das Bohrloch Erdöl zu Tage. Damit fand die erste fündige Erdölbohrung der Welt in Wietze statt (mehr unter Chronik der ersten Bohrung an den Wietzer Teerkuhlen).

An diese Bohrung erinnert eine Gedenkstätte am Originalort an der „Industriestraße“ (Lageplan)

Bis 2009 ein einfacher hölzerner Dreibock mit Seilwinde und eine Gedenktafel (Text der Gedenktafel)
Foto: Einweihung am 17.9.1983

Platz vor der Neugestaltung (2008)

2009 wurde der Platz im Rahmen der Aktivitäten "150 Jahre Erdöl in Wietze" neu gestaltet und am 07.06.2009 mit einem Festakt über den neuen „Kulturhistorischen Lehr- und Wanderpfad” mit dem Deutschen Erdölmuseum Wietze verbunden. Dies ist von großer Bedeutung, denn damit erfolgte auch die Anbindung an den Aller-Leine-Radweg.

Mit der Neugestaltung wurde der Platz seinem kulturhistorischen Wert entsprechend aufgewertet. Dabei blieb die 1983 errichtete Rekonstruktion einer einfachen Schlagbohranlage erhalten. Der Platz ist allerdings durch große Tafeln und Figuren gestalterisch aufgewertet worden. Auf einer Tafel ist eine Weltkarte dargestellt. Sie soll verdeutlichen, dass in Wietze die erste erdölfündige Bohrung der Welt niedergebracht wurde. Zeitnah, aber etwas später, erfolgten Bohrungen in den USA, in Kanada, in Polen und in Aserbaidschan.
Um die Schlagbohranlage herum stehen die historischen Personen der Hunäus-Bohrung: Innenminister von Börries, Prof. Hunäus, Salineninspektor Hahse und Bauer Wallmann sowie die vier namentlich bekannten Arbeiter sind als Silhouetten zu sehen.
Die Neugestaltung des Platzes ist vor allem als Fotomotiv geeignet und damit als Zielpunkt für Ausflüge attraktiver.

Platz nach der Neugestaltung 2009