Wir sind Wietze! (Bürgermeister Wolfgang Klußmann)

Ein Besuch beim Hausarzt…

In den 60er Jahren, der legendäre Dr. Lauer war in Wietze noch im Dienst, trug sich mein alter Freund Harry H. mit einem besonderen Gedanken. Das Wartezimmer war rappelvoll. Da lief die Sprechstundenhilfe, Frau Marquardt, durch das Wartezimmer.
Harry rief mit seiner Donnerstimme: “Frau Marquardt, ich will mich einschläfern lassen. Machen Sie das oder muss ich da auf den Doktor warten?“
Da war ja wohl was los. Alles war entsetzt, am schlimmsten die gute Frau Marquardt.

Ob die Bitte dem Doktor vorgetragen wurde, ist nicht bekannt.
Als ich 2009 Frau M. darauf ansprach, meinte sie, dass das wohl eine ihrer Sternstunden gewesen sei.

Eine Geschichte fällt mir da noch ein…
Mein alter Freund Erwin K., ein echtes Original, erzählte mir die folgende Geschichte:
Ich war beim Doktor Lauer zur Krebsvorsorgeuntersuchung. Er schloss die Zwischentüren ab, damit die Sprechstechstundenhilfen nicht dazu kamen. Da klingelte das Telefon. Der Doktor nahm ab und schimpft: “Ich hab dir doch schon 100 mal gesagt, wie du fahren musst. 200 Meter geradeaus auf der Hauptstrasse, dann links abbiegen „Zum Heiligen Kreuz“. Dann ist es das letzte Haus auf der rechten Seite. Da wohnt er im dritten Stock. So, und nun hab ich dir das zum letzten mal erklärt!“ Aufgelegt. „Entschuldige Erwin, manchmal stellen sich die Weiber einfach zu blöde an.“
Ich hatte die Untersuchung tapfer ertragen und sagte zum Doktor: “Herr Doktor, wenn Sie denn nochmal so eine Stadtrundfahrt machen, kann ich dann später nochmal wiederkommen?“

Dabei zwinkerte Erwin mit den Augen. “Das ist aber die reine Wahrheit.“

Helmut Speiel