
Fabeln: Ein Mann, eine Fee und das Glück
Ein indischer Jüngling hatte keine richtige Unterkunft; nur ein paar Rupien und ein altes Velo. Da bat er die Glücksfee, sie möchte ihm doch 3 Wünsche erfüllen:
er brauche Arbeit, eine Wohnung und ein Motorrad. Und die Glücksfee erfüllte ihm diese Wünsche.
Nach einigen Jahren kam die Glücksfee wieder vorbei, um nachzusehen, wie es ihm ginge. Der Mann hatte unterdessen geheiratet und ein paar Kinder saßen am Tisch. Er sagte, dass er wieder neue Probleme hätte, er brauche eine größere Wohnung, mehr Lohn und ein Auto. Und die Glücksfee half ihm erneut, damit er diese gewünschten Sachen bekam.
Wieder verflossen einige Jahre, da schaute die Glücksfee erneut bei ihm vorbei. Die Familie hatte erneut Schwierigkeiten. Seine Kinder würden größer, er brauche Geld für Ausbildung, ein Haus, ein größeres Auto und eine besser bezahlte Arbeit. Da ließ die Glücksfee ihm wiederum das Gewünschte zukommen.
Alsdann verstrichen wiederum viele Jahre, und die Glücksfee erkundigte sich wiederum nach seinem Befinden. Vor ihr stand jetzt ein alter ergrauter Mann mit zittrigen Händen. Es ging ihm nicht so gut. Die Kinder seien ausgeflogen, das Haus sei zu groß, Autofahren könne er nicht mehr und demnächst müsse er in ein Altersheim.
Er hätte jedoch nur noch einen einzigen Wunsch: er wolle glücklich sein.
Da sagte die Glücksfee zu ihm: „Mein Lieber, warum hast Du mir das nicht vor 50 Jahren gesagt, dass du glücklich sein möchtest?” Und dann erfüllte sie ihm auch diesen Wunsch.
(eine indische Fabel)








