
CFG: Bau/Beginn
Rothkötter drückt aufs Tempo
(Von Simon Ziegler, CZ, 11.08.2010)
Nach der spektakulären Räumung des Besetzercamps am Dienstag sind in Wietze die Arbeiten am Schlachthofgelände fortgesetzt worden. Arbeiter haben den Bauzaun inzwischen vollständig um das Gelände gezogen. Außerdem wurden mobile Scheinwerfer aufgebaut.
WIETZE. Gestern Mittag haben mehrere Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes mit Hunden das von Rothkötter erworbene Grundstück bewacht. Die Wachleute gehen regelmäßig auf Patrouille, um das Gelände zu kontrollieren. Darüber hinaus haben bereits die Arbeiten für eine Baustraße begonnen.
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Unterdessen teilte Polizeisprecher Christian Riebandt mit, dass von den 16 Besetzern, die sich am Dienstag teilweise im Boden verankert und in Betonvorrichtungen aneinander gekettet hatten, niemand aus der Region Celle komme. „Sie sind nahezu aus dem gesamten Bundesgebiet, unter anderem aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen“, sagte Riebandt gestern der Celleschen Zeitung. Sechs von ihnen seien polizeilich schon früher aufgefallen, etwa durch Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, hieß es. Diese sechs Personen bekamen daher ein Aufenthalts- und Betretungsverbot für das Rothkötter-Gelände in Wietze, sagte der Polizeisprecher.
Wietzer Schlachthofbau im Zeitplan
(Von Simon Ziegler, CZ, 24.09.2010)
Der Rothkötter-Konzern hält an seinem Plan fest, den Schlachthof in Wietze im Frühjahr 2011 in Betrieb zu nehmen. Ein Unternehmenssprecher teilte mit, dass Mitte Oktober mit den Hochbauarbeiten begonnen werden soll. Unterdessen geht das Verwaltungsgericht in Lüneburg davon aus, dass eine Klage der Bürgerinitiative in diesem Jahr nicht mehr verhandelt wird.
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WIETZE. Begleitet von den regelmäßigen Mahnwachen der Bürgerinitiative (BI), gehen die Bauarbeiten an dem bewachten Schlachthofgelände in Wietze voran. Aktuell finden noch Erdarbeiten statt, im Oktober sollen Schächte für Versorgungsleitungen gelegt und erste Rohbauarbeiten für die Kläranlage und Fundamente für das Betriebsgelände errichtet werden, sagte Rothkötter-Sprecher Marcus Pontzen. Der Bau des Bürokomplexes werde zuletzt fertiggestellt. Für die Inbetriebnahme des Schlachthofes gibt es noch kein konkre-
tes Datum. Nach wie vor will das Familienunternehmen ab Frühjahr 2011 in Wietze Hähnchen schlachten. Bürgermeister Wolfgang Klußmann sagte, dass auch die Arbeiten für den neuen Kreisel auf der B214 und der Erschließungsstraßen zum Schlachthofgelände im Zeitplan seien.
Nach Angaben des Rothkötter-Sprechers haben sich inzwischen „weit mehr als 500 Männer und Frauen“ für eine Stelle im Schlachthof beworben. Davon stammten 95 Prozent aus dem Landkreis Celle und den umliegenden Kreisen. Wie viele Mäster für die Wietzer Schlachtanlage unter Vertrag genommen wurden, teilte der Konzern nicht mit. „Zu konkreten Zahlen gibt das Unternehmen keine Auskunft. Grundsätzlich ist das Interesse aber durchaus zufriedenstellend“, hieß es lapidar. Zuletzt war spekuliert worden, es gebe Schwierigkeiten, genügend Vertragspartner zu finden.
Klage der Bürgerinitiative:
Unterdessen wird vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg eine Klage der BI wohl nicht mehr in diesem Jahr verhandelt. Wie Gerichtssprecher Gerd Ludolfs sagte, sei die Klageerwiderung der Gemeinde in Lüneburg eingegangen, jetzt sei wieder die Gegenseite am Zug. Die Schlachthof-Gegner klagen gegen die Entscheidung des Wietzer Verwaltungsausschusses, das Bürgerbegehren abzulehnen. Im Frühjahr könnte in Lüneburg verhandelt werden, so Ludolfs. Er bezeichnete es als „schwierig, dass die BI ohne Weiteres gewinnt“. Der Sprecher bezweifelte insbesondere, dass auf dem Feld von Bebaungs- und Flächennutzungsplänen eine Bürgerbeteiligung zu erzwingen sei.
Doch selbst wenn die Rothkötter-Kritiker irgendwann im kommenden Jahr mit ihrer Klage Erfolg haben sollten, wäre die Celler Land Frischgeflügel GmbH möglicherweise längst in Betrieb. „Es ist ein Riesenproblem, dass jetzt Fakten geschaffen werden“, sagte gestern BI-Vorsitzender Norbert Juretzko. Rothkötter baue aber auf sein eigenes Risiko. „Deshalb ist das sein Problem.“
Keine Winterpause in Wietze
(Von Simon Ziegler, CZ, 10.12.2010)
Trotz des Winterwetters gehen die Arbeiten am Schlachthof in Wietze zügig voran. Derzeit sei aufgrund der Witterung keine Unterbrechung der Arbeiten geplant, sagte ein Rothkötter-Sprecher. Es fehlt allerdings nach wie vor die Genehmigung für die Einleitung des Abwassers in die Aller.
WIETZE. Der Bau des Schlachthofes in Wietze nimmt sichtbar immer konkretere Formen an. Nachdem im Oktober mit den Hochbauarbeiten begonnen wurde, ist inzwischen der Rohbau der zukünftigen Zerlegehalle überdacht, sagte ein Sprecher des Rothkötter-Konzerns. Zudem haben vorbereitende Arbeiten für die Installation der Versorgungsleitungen begonnen. Parallel werden die Stützen für weitere Produktionshallen errichtet und Fundamentarbeiten durchgeführt. Gestartet wurde auch mit den Betonarbeiten der betriebseigenen Kläranlage, hieß es. Der Investor plant den Angaben zufolge keinen witterungsbedingten Baustopp. Wann der Schlachthof seinen Betrieb aufnimmt, ist weiterhin unklar. In der Vergangenheit hatte Rothkötter angekündigt, im Frühjahr 2011 in Betrieb zu gehen.
Dagegen ruhen derzeit die Arbeiten am neuen Kreisel auf der B214, über den der Verkehr zum Gelände geführt werden soll. Der Kreisel sei ebenfalls im Frühjahr fertig, sagte Bürgermeister Wolfgang Klußmann.
Der Rothkötter-Sprecher teilte zudem mit, dass derzeit die ersten 20 neuen Mitarbeiter für den Wietzer Schlachthof am Stammsitz des Unternehmens in Haren eingearbeitet werden. Insgesamt lägen dem Unternehmen über 900 Bewerbungen vor. Dazu kämen Bewerbungen bei der Celler Arbeitsagentur.
Unterdessen hat der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erklärt, dass die Behörde noch nicht über den Rothkötter-Antrag zur Einleitung des gereinigten Abwassers in die Aller entschieden hat. Sprecherin Herma Heyken sagte, dass eine Entscheidung voraussichtlich erst im Januar getroffen werde. Auf CZ-Nachfrage bestätigte sie, dass der Schlachthof nicht in Betrieb gehen könne, sollte die Erlaubnis nicht erteilt werden. Die Einleitung des Abwassers in die Aller ist das letzte behördliche Verfahren, das noch anhängig ist.













