Wissen Sie, dass Wietze durch die Auswirkungen des Klimawandels zu den Gewinnern gehören soll? (mehr)

Freibad: 2010/CZ-Besuch

„Ein Grad mehr bringt 50 Besucher mehr“
(Von Lothar H. Bluhm, CZ, 13.07.2010)

Vier Fußballfelder Liegewiese, ein Dünengelände mit hohen Kiefern und sechs 50-Meter-Bahnen: Das Wietzer Freibad kann sich nach einem zögerlichen Start in die Sommersaison derzeit nicht beklagen. Die CZ wirft in loser Folge einen Blick auf die Freibäder im Kreis Celle – heute ist Wietze an der Reihe.

WIETZE. Ein gut eingespieltes Team von ehrenamtlichen Kräften, fest angestelltem Personal und selbstständiger Unternehmerin zeichnet die Mannschaft aus, die sich zum Teil seit zehn Jahren um das Freibad in Wietze kümmert. Denn seit zehn Jahren ist die Gemeinde Wietze zwar Eigentümerin des defizitären Schwimmbades an der Wieckenberger Straße geblieben, hat sich aber aus dem täglichen Betrieb und aus der Unterhaltung der Sportanlage, die 1974 gebaut wurde, zurückgezogen. Seither hat diesen Part der Förder- und Betreiberverein Schwimmbad Wietze e.V. übernommen – wiederum mit einem Betriebskostenzuschuss durch die Gemeinde.

Fotos: Lothar H. Bluhm

In der letzten Saison kamen rund 14.000 Badegäste in das Schwimmbad mit den sechs 50-Meter-Bahnen und der Sprunganlage. Diese Saison begann mit dem Wochenende, als in Celle der Tag der Niedersachsen gefeiert wurde, recht kühl. Insgesamt startete alles in diesem Jahr eher zögerlich, wenngleich es jetzt recht gut läuft: „Ein Grad mehr Wärme bringt uns ungefähr 50 Besucher zusätzlich ins Bad“, schätzt Schwimmmeister Rüdiger Meyer die Situation ein, wenn er auf die Liegewiese blickt. „Das sind etwa vier Fußballfelder“, beschreibt er das Dünengelände mit den hohen Kiefern.

„Unsere Gäste kommen aus Wietze, Celle und Schwarmstedt, aber auch aus Fallingbostel, Burgwedel und Mellendorf“, weiß Elfriede Hoffmann, die Kassenwartin und Mitgliederbetreuerin des Fördervereins. „Selbst aus Winsen kommen Gäste zu uns – wegen der schönen, weiträumigen Waldbad-Atmosphäre.“

Und so liegen dann auch die Familien auf ihren mitgebrachten Decken auf dem hügeligen Gelände, buddeln mit den Kleinen im Sand oder erfrischen sich an dem Kiosk, den Astrid Giesemann in diesem Jahr in alleiniger Regie betreibt. „Das ist mein Job“, weist die Pächterin der Milchbar im benachbarten Hallenbad und des Imbisswagens im Freibad auf ihr umfangreiches Angebot hin. Von Eis über Pommes und Bratwurst gibt es hier eine breite Warenpalette. Getränke und Süßigkeiten inklusive. Neu ist in diesem Jahr auch, dass sich die Badegäste Strandliegen ausleihen können, um sich den Aufenthalt wie im Urlaub an der Küste zu gestalten.

Während der Saison, die am 31. August endet, ist das Schwimmbad täglich geöffnet: montags bis sonnabends von 13 bis 19.30 Uhr und sonntags von 10 bis 19.30 Uhr.
„In den Ferien öffnen wir dienstags bis sonnabends bereits um 11 Uhr.
Hinzu kommen die Frühschwimmer von Dienstag bis Freitag von 6 bis 8“, ergänzt Rüdiger Meyer.

Das Tagesticket kostet für Erwachsene drei Euro und zwei Euro für Kinder und Jugendliche bis Ende 17 oder mit Schülerausweis. Mitglieder des Fördervereins erhalten Ermäßigungen. „Kinder bis zwei Jahre zahlen keinen Eintritt“, lädt Kassenwartin Elfriede Hoffmann insbesondere Familien mit kleinen Kindern ein. Schließlich stehe jetzt nach der Sanierung auch das 114 Quadratmeter große Planschbecken wieder bereit. „Da ergänzen wir demnächst noch ein schönes großes Sonnensegel“, gibt Schwimmmeister Meyer Ausblick auf die nächste Zeit.