Erinnern Sie sich noch an den Schlagbaumkrieg mit Fuhrberg?

Die alte Eibe am Drömshof

Helmut Speiel lebte jahrzehntelang in Sichtweite des immergrünen Baumes
Nicht riesig groß – aber sehr betagt
(Von Joachim Gries, CZ, 02.06.2010)

Auf einen uralten Baum weist Helmut Speiel aus Wietze hin. Jahrzehntelang hatte er ihn auf dem Nachbargrundstück im Blick. Es ist eine Eibe.

WIETZE. Zwei Stämme trieb der Baum aus dem Erdreich, sie haben einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern. Die ausladende Krone erreicht eine Höhe von etwa zehn bis elf Metern. Das ist für eine Eibe riesig groß, denn diese immergrünen Nadelbäume wachsen sehr langsam und erreichen in Mitteleuropa nur selten eine Höhe von mehr als 15 Metern.

Sein Lehrer Paul Borstelmann, der viel Heimatforschung betrieb, habe die Schüler auf den Baum aufmerksam gemacht, sagt Speiel. Und „Oma Ilse“, die auf dem Grundstück wohnte, erzählte, dass der Baum wohl schon den 30-jährigen Krieg erlebt habe. Damit wäre er so alt wie eine benachbarte Eiche.

Eiben sind Hecken durchaus verbreitet, auch Speiel hat eine, etwa 25 Meter lang und 2,50 Meter hoch. Aber große Eibenbäume sind hier selten. Der Wietzer erinnert sich, dass früher in der Neuen Straße in Celle in einer Einbuchtung eine große Eibe stand. Die gibt es jetzt nicht mehr, Speiel vermutet, dass sie einer Garagenzufahrt zum Opfer fiel.

Helmut Speiel schätzt die uralte Eibe in Wietze sehr.
Fotos: Volkmer
(Lageplan)