
Erinnerungen: Konfirmandenunterricht/Immig
Erinnerungen an meinen Konfirmandenunterricht
(Von Friedhelm Immig, gen Just)
Unseren Konfirmandenunterricht hielt der Diakon Zülsdorf. Unseren Pastor, Herrn Schuster, auch ein gestrenger Überprüfer des Gelernten, habe ich noch in guter Erinnerung.
Einmal, weil er auf uns achtete und zum zweiten auch Vorbild war. Es war eine harte Zeit nach dem Kriege, und unser Pastor Schuster war sich nicht zu schade, für die Ärmsten in der Gemeinde Wietze betteln zu gehen, und zu Weihnachten hier und dort einen Zentner Kohlen, ein paar Kartoffeln, zu verschenken.
Weiterhin fällt mir ein, vor dem Konfirmationssonntag war der Prüfungssonntag. An diesem Sonntag wurden wir ja während des Gottesdienstes in der Kirche geprüft. Vor allen Kirchgängern. Heute gibt es so was auch nicht mehr. Wir hatten zwar alle tüchtig gelernt, aber eine Prüfung kann man nur bestehen, wenn gefragt wird, was man weiß. Ist heute auch noch so, denn keiner weiß alles.
Wir hatten mächtig Bammel. Pastor Schuster wusste aber Rat. Er sagte: „Es kommt jeder ran. Aber ich helfe euch. Wer es weiß, hebt die rechte Hand, wer nicht, die Linke!”
Es wäre ja schlimm gewesen, vor der ganzen Gemeinde beim Aufsagen stecken zu bleiben.








