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Zeittafel der Wietzer Wirtschaftsgeschichte (Wichtiges)

um 1625 Der Wietzer Hof wird vor etwa 350 Jahren begründet und ist damit Wietzes älteste Gaststätte
um 1652 Erdöl wird in Wietze zum ersten Male gefunden und von den Bauern in "Teerkulen" gewonnen
1660 Mit Handlöffelbohrern beginnen die Wietzer nach Öl zu bohren
1667 56 Bauernhöfe: 17 in Steinförde, 9 in Wietze, 8 in Wieckenberg, 11 in Hornbostel, 11 in Jeversen
1678 Der "Postkrug" in Wieckenberg wird von Stechinelli als Relaisstation eingerichtet
ab 1700 Gewinnung von Öl durch Grabungen in Teerkuhlen; „Teerkerls“ ziehen über Land und verkaufen den Bauern das „Satanspech“ vor allem als Wagenschmiere, aber auch als Heilmittel für Mensch und Tier
1776 Beginn des Kartoffelanbaus in größerem Umfang in Wietze
1776 7.000 Pfund Teer werden in Wietze gewonnen
1838 Ablösung der Zehntabgaben von Hornbostel
1839 Ablösung der Burgfestdienste (Hornbostel 4, Wietze 4, Steinförde 9, Jeversen 2, Wieckenberg 0
1842 Ende des Ölsandgeschäftes mit Hamburg nach dem dortigen Großbrand
1858/59 Der Geologe Konrad Hunaeus bringt in Wietze weltweit die erste ölfündige Bohrung nieder
1875 Bei weiteren Bohrunternehmungen trifft man in 80 m Tiefe zufällig auf den Steinförder Salzstock
1876 In Wietze wird die erste systematische Erdölproduktion aufgenommen
um 1890 Bohrtechnik: In Wietze wird die erste Dampfmaschine eingesetzt (vorher nur von Hand)
1899 Die Deutsche Tiefbohr-AG wird gegründet (Vorläuferin der DEA)
1899 Der Ölboom beginnt (Bohrmeister Hasenbein wird auf dem jetzigen Erdölmuseumsgelände fündig)
1898 Die Celler Schleppschifffahrtsgesellschaft zur Güterbeförderung auf Aller und Weser wird gegründet
bis 1900 Erdölförderung bis dahin ca. 43.000 t
1900 Die "Celle-Wietze AG für Erdölgewinnung" wird gegründet (Betreiber der Raffinerie)
1903 32 Ölgesellschaften sind in Wietze tätig ("Deutsche Tiefbohr-AG" als größte Firma)
1903 Bahnhof: Einweihung und Aufnahme des Bahnbetriebes Celle-Schwarmstedt über Wietze
1903 Der Kreisausschuss Celle genehmigt der "Celle-Wietze AG" den Bau einer Raffinerie
um 1908 Bohrtechnik: In Wietze setzt sich das Schnellschlagbohrgerät des Erdölpioniers Racky durch.
1908 Die Ölgewinnung aus Bohrlöchern erreicht in Wietze ihre größte Menge/Jahr (ca. 110.000 t)
1908 Anschluss ans Stromnetz der Stadt Celle; die elektrische Beleuchtung beginnt sich durchzusetzten
um 1910 Das Ölfeld Wietze liefert rund 80% der deutschen Ölproduktion (Wietze hatte seinerzeit den Beinamen „Kiein-Texas“)
1911 Die "Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft" (DEA) geht aus der "Deutschen Tiefbohr-AG" hervor
1912 Das Kalksandsteinwerk Walle-Winsen wird gegründet
1912 In Steinförde entsteht ein Kalischacht
1918-1923 Der Erdölbergbau beginnt durch Abteufen von zwei 263 m und 228 m tiefen Schächten
um 1920 Bohrtechnik: In Wietze wird immer häufiger das Seilschlagbohren eingesetzt.
1920 Beginn der Gewinnung von Öl im Untertagebergbau (zunächst nur Auffahren von so genannten Sickerölstrecken). Die anfallenden Erdmassen, Sand, Ton, Gestein und später gewaschener Ölsand (ab 1925) werden zur ersten Wietzer Abraumhalde ("Wietzer Alpen") aufgeschüttet
1922 Erprobung seismologischer Messungen auf Ölvorkommen durch Professor Mintrop
1923 Der Kalischacht in Steinförde wird wegen Unrentabilität geschlossen
Ende 1925 Beginn der Ölsandgewinnung
1927 Die Gemeinde Steinförde erwirbt die ehemaligen Gebäude des Kaliwerkes Steinförde und baut das Maschinengebäude zu einem Sol- und Moorbad aus; das Verwaltungsgebäude wird zum Kurhaus
1927 Übergang der Erdölbohr - u. Gewinnungsbetriebe Hornbostel an die DEA
1927 Einstellung des Betriebs der Erdöl-Bohr-Gesellschaft Wietze
1928 Eröffnung der Heide-Apotheke Wietze als erste Apotheke in Wietze
1928 Die Belegschaft der DEA in Wietze beläuft sich auf ca. 1.100 Mitarbeiter
1928 Die Celler Schleppschifffahrtsgesellschaft wird aufgelöst (wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage)
ab 1930 Bohrtechnik: In Wietze hält das moderne Rotary-Bohrverfahren seinen Einzug.
1930 Bau einer Seilbahn und Beginn einer zweiten Abraumhalde des Ölschachtes (heute "Ölberg")
1930 Die Ölgewinnung aus dem Schachtbetrieb erreicht in Wietze ihre größte Menge/Jahr (ca. 60.000 t)
1930 Ein Hauer im Ölschacht verdient im Durchschnitt 8,98 RM/Schicht
1930/32 Rotary-Bohrverfahren erstmals in Wietze eingesetzt
1958 Bau eines Labors für Untersuchungen auf dem Gebiet der Geowissenschaften durch die DEA
1963 Ein Hauer im Ölschacht verdient im Durchschnitt 27,55 DM/Schicht
1963 Die DEA stellt den Erdölbergbau und den Erdöl-Pumpbetrieb wegen Unwirtschaftlichkeit ein
1964 Die DEA verkauft ihr Betriebsgelände an der B 214 an die Firma Rüter-Bau
1964 Rüter-Bau eröffnet einen Zweigbetrieb für Stahlbau in Wietze
1965 Die DEA verlagert ihren Bohrbetrieb zum ehemaligen Schachtgelände
1965 Rüter-Bau erweitert den Betrieb mit einem Zweigbetrieb zur Aluminiumverarbeitung
1966 Rüter-Bau erweitert den Betrieb mit einem Drahtwerk zur Herstellung von Baustahlmatten
1966 Die amerikanische "Texaco" übernimmt die Aktienmehrheit an der DEA (über 90 %)
1966 Erdölbergbau: Sprengung des 75 Meter hohen Schornsteins der Ölküche
1967 Rüter-Bau erweitert den Betrieb mit einem Werk für Metalleinbrennlackierungen
1967 Inbetriebnahme des Testzentrums (Fa. Continental) für Pkw- und Lkw-Reifen (Contidrom)
1970 Die DEA wird in „Deutsche Texaco AG“ umbenannt
1970 Der Fremdenverkehrsverein wird gegründet
1973 Rüter-Bau erweitert den Betrieb mit einem Bauteilwerk
1973 Rüter-Bau: Bau eines Belegschaftshaus
1984 Inbetriebnahme de neuen Wasserwerkes Wietze durch den Wasserversorgungsverband
1985 Rüter-Bau verkauft ihr Betriebsgelände an die Firma "Rema Metall- und Apparatebau"
1988 Die "RWE AG" übernimmt die "Deutsche Texaco AG" und benennt sich in "RWE Dea AG" um
1995 Die MBS-Fassadenbau GmbH gibt ihre Betrieb auf (ehemals Rüterbau)
um 1995 Inbetriebnahme der Versuchsbahn (Fa. WABCO) für elektronische Komponenten in Nutzfahrzeugen
um 199? Die HASTRA gibt ihre Betriebstelle auf (es verbleibt nur der Betriebshof)
um 1997 Inbetriebnahme eines Mülldeponiekraftwerkes der SVO an der Mülldeponie Wietze
um 199? Die HASTRA gibt ihren Betriebshof auf und zieht sich aus Wietze zurück
1999 Die HASTRA und Landesgas Niedersachsen gehen in die Avacon auf
2007 Die Telekom beginnt Wietze an DSL anzuschließen
2007 Gründung der Stromnetzgesellschaft "Gemeindewerke Wietze GmbH"