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Geflügelschlachtbetrieb: Modell

Neue Details zum Wietzer Schlachthof
Rothkötter stellt in Celle Modell vor
(Von Simon Ziegler, CZ, 02.02.2010)

Der Geflügelkonzern Rothkötter hat ein Modell des Schlachthofes in Wietze vorgestellt. Beim Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis Celle zeigte Firmenchef Franz-Josef Rothkötter im Maßstab 1:750, wie das 21 Hektar große Gelände im Wietzer Westen künftig aussehen soll.

WIETZE. Die Wietzer Bevölkerung kann sich ab der kommenden Woche ein Bild davon machen, wie der geplante Schlachthof im Detail aussehen wird. Denn vom Unternehmen „Celler Land Frischgeflügel GmbH“ gibt es ein maßstabgetreues Modell, das Firmenchef Franz-Josef Rothkötter und Geschäftsführer Wilfried Fleming am Donnerstag beim Neujahrsempfang im Celler Schloss vorstellten. Noch steht das Modell beim Wirtschaftsförderer des Landkreises Celle, Daniel Eckardt. Am kommenden Montag wird es im Wietzer Rathaus aufgebaut. Eckardt erläuterte gegenüber der CZ den Entwurf:

Hauptgebäude: Das Gebäude zeigt die maximale Ausbaustufe, für die zwei Schlachtlinien vorgesehen sind. Rothkötter will zunächst aber nur mit einer Schlachtlinie beginnen. Im Modell sind die beiden „Schlachtbereiche“ am linken Ende des Gebäudes erkennbar. Sie sind getrennt durch einen Bereich, in dem Lkws die Hähnchen abladen. Im mittleren Gebäudetrakt wird das Fleisch zerlegt und weiterverarbeitet. Im rechten Teil ist Platz für Verpackung und Versand.

Anfahrt: Für den Lkw-Verkehr sind zwei Wege vorgesehen. Die ankommenden Transporter sollen über den rechten Kreisel, der noch gebaut wird, hinter dem Hauptgebäude bis zum Schlachtbereich geführt werden. Die Lkws, die den Hof verlassen, fahren vom rechten Ende des Gebäudes zurück zu dem Kreisel. Die Straße „Im Reihernweg“, im Modell ganz links, wird von Rothkötter nicht genutzt.

Klärwerk: Am linken, oberen Modellende sind Kläranlage und Wasserwerk zu erkennen. Beides will der Geflügelkonzern bauen, um die wasserintensive Hähnchenschlachtung (neun Liter pro Tier) zu ermöglichen.

Mastanlagen: Ganz rechts sind zwei Varianten von Hähnchenmastbetrieben dargestellt. Dabei handelt es sich um zwei Mustertypen – entweder mit Biogasanlage (oben) oder mit Photovoltaikanlage (unten). Durch die weiße Trennlinie soll deutlich werden, dass die Mastanlagen nicht auf dem 21 Hektar großen Gelände westlich des Gewerbegebietes „Industriestraße“ errichtet werden. Rothkötter sucht rund 100 Mäster in einem Umkreis von 150 Kilometer.

Politik berät: Das Gewerbegebiet soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Wietzer Kommunalpolitik – den Namen „Trannberg“ tragen. Damit nehme man Bezug auf die historische Bezeichnung des Flurstückes, sagte Bürgermeister Wolfgang Klußmann. In den kommenden beiden Wochen werden sich zwei Wietzer Gemeinde-Gremien mit den Plänen befassen. Am 11. Februar berät der Infrastrukturausschuss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Am 16. Februar will der Rat den B-Plan beschließen.