Ist der Männer- und Frauenchor nicht auch etwas für Sie? Argumente von Helga Franke

Wietzer Feuerteufel

POLIZEI IST WEITER AUF MITHILFE DER BÜRGER ANGEWIESEN
Noch keine klare Spur zum Wietzer Brandstifter
(Von Björn Schlüter, CZ, 13.08.2009)

Wer ist der Feuerteufel in Wietze? Dieser Frage geht die Polizei auch weiter mit Hochdruck nach. Eine klare Spur zum Täter haben die Beamten allerdings noch nicht. „Wir gehen verschiedenen Spuren nach“, sagt Christian Riebandt, Sprecher der Celler Polizei. „Aus der Bevölkerung haben wir leider noch keine zusätzlichen Hinweise erhalten. Allerdings können wir bereits jetzt viele kleine Puzzleteile zu einem größeren Gesamtbild zusammensetzen.“

WIETZE. Da die Tatorte nicht alle in ein Gebiet fallen, sei es bislang schwierig, den Täterkreis einzugrenzen. „Wir werden noch weitere Anwohner befragen und auch noch im Umfeld der Geschädigten nach möglichen Spuren Ausschau halten“, so Riebandt. Er rät den Bürgern gelassen und aufmerksam zugleich zu bleiben. Riebandt: „Verdächtiges sollte lieber einmal zuviel als zuwenig gemeldet werden – gerne auch über die 110. Natürlich können wir keine Prognose abgeben, wann wir den Täter fassen, aber die Zahl bisher geschnappter Brandstifter ist sehr, sehr hoch.“

Diesen Optimismus teilt auch Torsten Beyersdorff, Pressewart der Feuerwehr in Wietze. „Man macht sich schon so seine Gedanken“, sagt er. „Aber so extrem, dass wir jetzt alle Angst hätten, ist es noch lange nicht.“ Beim Brandhergang habe es bei allen bisher angesteckten Autos auffällige Gemeinsamkeiten gegeben. Beyersdorff: „In erster Linie war es anstrengend, dass die Brände alle in die nächtliche Ruhephase fielen, die Stimmung unter den Feuerwehrleuten ist aber gut – die Polizei hat sicher schon bald Erfolg.“

Um den materiellen Wert ihrer Fahrzeuge müssen sich die bislang Geschädigten keine Sorgen machen. Wie der Pressesprecher einer großen in der Region vertretenen Versicherung bestätigte, sind Brand und Explosion eines Fahrzeuges bereits in einer Teilkaskoversicherung abgedeckt. Teuer würde es höchstens für den Feuerteufel. Sollte er gefasst werden, würden Versicherer sich nämlich bei ihm den gezahlten Schadenswert zurückholen.
Ablauf der Ereignisse: In der Nacht zum 26. Juli brannte ein Citroën Berlingo komplett aus. Am Abend des 3. Augusts stand ein Ford Escort Kombi in Flammen. Nur zwei Tage später zerstörte ein Feuer den Holz-Unterstand im Garten des Wietzers, dem auch die beiden zuvor angesteckten Fahrzeuge gehörten. Am 10. August wurde ein VW Golf in Brand gesetzt. In der gleichen Nacht – allerdings bereits am 11. August musste die Freiwillige Feuerwehr Wietze auch noch einen Fiat Ducato löschen.

Wann wird der Feuerteufel gefasst?
Drei Anschläge in einer Nacht
(Von Simon Ziegler, CZ, 08.06.2010)

Die Serie brennender Autos in Wietze nimmt kein Ende. An diesem Wochenende standen erneut zwei Pkws in Flammen, ein weiterer Wagen sollte entzündet werden, fing aber kein Feuer. Innerhalb von einer Woche sind damit in Wietze vier Brandstiftungen verübt worden. Die Ermittlungen gegen einen Tatverdächtigen wurden inzwischen eingestellt.

WIETZE. Es gibt einen großen Unterschied zu den Brandstiftungen in Hamburg und Berlin. Während in den Großstädten vor allem Luxuskarossen angezündet werden, sind es in Wietze ältere und weniger wertvolle Autos, die in Serie in Flammen stehen. Der finanzielle Schaden hält sich mit einer Summe von etwa 25.000 Euro in Grenzen, aber mindestens zehn Brandsätze auf Autos innerhalb von nicht mal einem Jahr sorgen in der Gemeinde für ein weit verbreitetes Gefühl der Unsicherheit.

Die Polizei wartet noch immer auf den großen Durchbruch. Gestern wurde bekannt, dass es einen Tatverdächtigen für die Brandserie in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres gab. „Ein Gutachten hat aber ergeben, dass Spuren von den Tatorten der Person nicht zuzuordnen waren“, sagte Staatsanwalt Lars Janßen der CZ. Das Verfahren wurde eingestellt.

Nachdem am vergangen Sonntag, 30. Mai, im Timmenweg ein Opel Movano lichterloh brannte, räumte die Polizei ein, keine heiße Spur vom Wietzer Feuerteufel zu haben. Die Ermittlung nach dem oder den Tätern gestalte sich auch deshalb so schwierig, weil im Schutz der Dunkelheit gehandelt werde und spätestens das Martinshorn der Feuerwehr den Brandstifter vertreibe, hatte Polizeisprecher Guido Koch zu erklären versucht, warum der oder die Täter bislang nicht ermittelt wurden. Problematisch für die Ermittler sei zudem die Tatsache, dass es nach einem Feuer oft kaum noch brauchbare Spuren gebe.

An diesem Wochenende schlug der Feuerteufel in der Straße „Auf dem Sande“ zwischen Wietze und Hornbostel zu. Es gilt als sicher, dass die Fahrzeuge mutwillig angezündet wurden. Ein VW Polo brannte bis zur Fahrgastzelle vollständig aus. Bei einem Skoda Octavia zerstörte das Feuer den Motorraum sowie Teile der Fahrgastzelle. Auch ein VW Golf sollte nach Polizeiangaben entzündet werden. Der Wagen fing aber kein Feuer, so dass es bei geringen Schäden blieb.

Drei Fahrzeuge in einer Nacht – das ist der vorläufige Höhepunkt der beängstigenden Serie von Brandstiftungen in der Gemeinde Wietze. Seit Ende Juli 2009 wurden zehn Autos angezündet. Zunächst war ein Schwerpunkt der Feuer das Gebiet um die Schachtstraße. Erstmals war in der Nacht zum 26. Juli ein Citroën Berlingo ausgebrannt. Am Abend des 3. August stand ein Ford Escort Kombi in Flammen. Nur zwei Tage später zerstörte ein Feuer einen Holz-Unterstand im Garten des Wietzers, dem auch die beiden zuvor angesteckten Fahrzeuge gehörten.

Und es ging weiter: Ein Golf wurde am 10. August in der Nienburger Straße in Brand gesetzt. In der gleichen Nacht musste die Feuerwehr einen Fiat im Kämpfersweg löschen. Am 4. September wurde versucht, einen Audi 80 anzuzünden – wieder in der Schachtstraße. Am 25. November wurde ebenfalls an der Schachtstraße Unrat auf der Terrasse eines Doppelhauses in Brand gesetzt. Insgesamt wurden seit Juli mindestens 14 Brandstiftungen verübt, in zehn Fällen wurden Autos angezündet.

Wie groß die Sorgen in Wietze sind, zeigt das Beispiel von Ursel W. und Katharina O., die aus Angst vor dem Brandstifter ihren vollen Namen nicht nennen wollen. Beide Frauen wohnen unweit der Straße „Auf dem Sande“. Ursel W.: „Drei Fahrzeuge stehen unter unserem Carport, sind gefährdet. Ich lasse mich aber nicht verrückt machen.“ Katharina O. hat vom Brand zunächst nichts mitbekommen: „Unser Auto unter dem Carport blieb unbeschädigt, doch die Wagen des Nachbarn und meiner Tochter wurden angesteckt. Wir passen jetzt mehr auf.“

Feuerteufel hält Wietze in Atem
(Von Christian Uthoff, CZ, 24.08.2010)

Unheimliche Brandserie in Wietze: Binnen einer Woche haben wieder drei Autos in Flammen gestanden. Dieses Mal konnte die Polizei Spuren sichern – die Beamten erhoffen sich davon Hinweise auf den Täter. Die Stimmung in der Bevölkerung und unter den Feuerwehrmännern bleibt weiter angespannt.

WIETZE. Die Nienburger Straße in Wietze in der Nacht zu Sonntag: In der Dunkelheit ist der brennende Audi bereits aus der Ferne zu sehen. Feuerwehrleute, die eben noch das 100-jährige Bestehen ihrer Wehr gefeiert haben, machen sich auf den Weg zum Einsatzort. Mit Schaum und Wasser löschen sie die Flammen – am Wagen entsteht Totalschaden. Es ist bereits der sechste Wagen, der in diesem Jahr in Wietze in Flammen steht.

„Die Kameraden sind angespannt“, sagt Heiko Thies, stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr in Wietze. Am Sonntag war es der Audi, der gelöscht werden musste. Eine Woche zuvor standen bereits ein Renault Master und ein Fiat Stilo in Flammen. Derzeit geht die Polizei in allen Fällen von Brandstiftung aus: „Wir konnten Spuren bei den Bränden sichern“, sagt Polizeisprecher Christian Riebandt. „Wir erhoffen uns davon jetzt Hinweise auf den Täter.“ Zur Vorgehensweise des Feuerteufels will die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen nichts sagen. Auch wolle man keine Nachahmer provozieren.

Die Brände sind die Fortsetzung einer Serie, die bereits Ende Juli vergangenen Jahres begann. Auch in diesem Jahr hat der Feuerteufel bereits zugeschlagen: Ende Mai brannte ein Opel Movano aus, eine Woche später standen ein VW Polo und ein Skoda Octavia in Flammen. Dann kehrte für rund zwei Monate Ruhe ein – bis vor knapp anderthalb Wochen.

Nach Angaben von Thies entstehen die Brände immer im Motorraum, vorzugsweise im Bereich der Kotflügel: „Dort ist der Lack teilweise bis auf das Blech weggebrannt“, so der Brandmeister. Betroffen seien Fahrzeuge, die frei zugänglich am Straßenrand oder in Einfahrten stehen. Die Brände würden sich dabei auf den westlichen Teil von Wietze konzentrieren und in den meisten Fällen in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag zwischen 23 und 3 Uhr auftreten. Unter den ausgebrannten Fahrzeugen seien meist weniger hochwertige Autos.

Die Bürger in Wietze sind aufgrund der Serie von Bränden beunruhigt. „Bekannte parken ihr Auto nur noch in der Garage“, sagt Thies. Einige hätten Angst, dass ihr Wagen als nächster in Flammen stehe. „Ich würde kein Auto mehr draußen stehen lassen“, sagte eine Anwohnerin bereits im Juni gegenüber der CZ. Auch Bürgermeister Wolfgang Klußmann macht sich Gedanken: „Von Zufall kann man da auch nicht mehr sprechen. Es wäre begrüßenswert, wenn der Täter bald geschnappt wird.“

Erneut steht ein Auto in Flammen
(Von Christian Uthoff, CZ, 01.11.2010, Auszug)

Nach zwei Monaten Pause ist am vergangenen Wochenende wieder ein Auto in Wietze ausgebrannt.

WIETZE. In der Nacht auf Sonntag stand gegen 2.20 Uhr ein Audi 80 vor einem Mehrfamilienhaus in der Stettiner Straße in Flammen. Die freiwillige Feuerwehr hatte den Brand nach eigenen Angaben schnell unter Kontrolle. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sei davon auszugehen, dass auch dieses Fahrzeug von Unbekannten in Brand gesetzt worden ist.

Das Feuer setzt eine Serie von Autobränden in Wietze fort. Seit Ende Juli vergangenen Jahres gehen in unregelmäßigen Abständen Fahrzeuge in Flammen auf. Zuletzt waren im August ebenfalls ein Audi sowie ein Renault Master und ein Fiat Stilo ausgebrannt. Ende Mai brannte ein Opel Movano aus, eine Woche später standen ein VW Polo und ein Skoda Octavia in Flammen. In all diesen Fällen geht die Polizei nach Angaben eines Sprechers von Brandstiftung aus. Zur Vorgehensweise des Täters wollen die Beamten aus er-mittlungstechnischen Grün-den nichts sagen.

Betroffen seien nach Angaben von Heiko Thies, stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr in Wietze, Fahrzeuge, die frei zugänglich am Straßenrand oder in Einfahrten stehen. Die Brände würden sich dabei auf den westlichen Teil von Wietze konzentrieren und in den meisten Fällen in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag zwischen 23 und 3 Uhr auftreten. Unter den ausgebrannten Fahrzeugen seien zum größten Teil weniger hochwertige Autos.