
Wietze: 1945/Brückensprengungen
Wietze während des 2. Weltkrieges
1945: Brückensprengungen(von Dr. Erich Bunke aus seinem Buch »Wietze im 20. Jahrhundert«)
Am 11. und 12. April wurden die Wietze-Brücken an der Hornbosteler Straße und an der Celler Straße (heute /Steinförder Straße) gesprengt. Kurz vorher wurde die Dorfbevölkerung aufgefordert, Türen und Fenster zu öffnen und sich in den Schutz der Keller- oder Erdbunker zu begeben. Die Detonationen erschütterten durch die Druckwellen, die sich im Erdboden fortpflanzten, die in ihren Erdlöchern und Kellern ausharrenden Menschen. Es war, als ob sich die ganze Erde anhob und wieder senkte. Die Schäden an den Gebäuden waren aber weit geringer als erwartet, denn es sind nur an den nächstliegenden Gebäuden die Dächer beschädigt worden und Fensterscheiben zu Bruch gegangen.
Über diese Maßnahmen war man im Ort sehr unterschiedlicher Ansicht, vor allem, was die Sinnlosigkeit anging, denn der Vormarsch der Alliierten war dadurch nur zu verzögern, ihr Endsieg angesichts ihrer personellen und materiellen Überlegenheit nur für kurze Zeit aufzuhalten.







