Wissen Sie, dass auch Prostituierte Wietze vor 100 Jahren als Goldgrube entdeckt hatten, von denen die hübschesten und frechsten eine schwere Tasche voll Geld mit nach Hause nahmen? 16-18 Frauen kamen dazu an Lohntagen extra aus Hannover, Braunschweig und Hamburg angereist.

Erdölmuseum: Kulturhistorischer Lehr- und Wanderpfad

Die Erdölindustrie in Wietze hat heute keine große Bedeutung mehr, stattdessen sucht die Gemeinde nach Wegen, aus der Geschichte des schwarzen Goldes touristischen Nutzen zu ziehen. Dabei helfen soll u. a. der schlicht gestaltete neue „Kulturhistorische Lehr- und Wanderpfad” zwischen dem Deutschen Erdölmuseum Wietze und der ca. 800 m entfernt liegenden Hunäusbohrung.

Lageplan

Am 07.06.2009 wurde der Lehr- und Wanderpfad im Rahmen des Festaktes zum 150 Jahrestag der ersten Erdölbohrung offiziell eröffnet. Er gibt Einblick in die örtliche Erdölgeschichte und wurde im Rahmen eines Förderprojektes verkehrssicher und barrierefrei gemacht. Zirka 100.000 Euro hat dieses Projekt gekostet.
Mehrere Informationstafeln stehen am Wegrand und informieren über die Bedeutung des Aller-Leine-Tales als älteste deutsche Erdölförderregion. Dabei stehen einige Personen im Mittelpunkt, die der Erdölförderung neue und innovative Impulse gegeben haben. Die frühe deutsche Erdölförderung ist mit Ausnahme des Erdölfeldes in Pechelbronn (Elsaß) auf das Aller-Leine-Tal begrenzt. Hier geschah der Wandel von der wilden Bohrtätigkeit zur systematischen Felderschließung.

Fotos: H. Schröder

Offizielle Eröffnung des „Kulturhistorischen Lehr- und Wanderpfades"

Hinweisschilderwald an der Nienburger Straße

Die Informationstafeln

Ölfelder im Aller-Leine-Tal,
Anton Raky,
Friedrich Hasenbein
Ludger Mintrop