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Steinförde: Großbrand 1806

In Steinförde standen die Häuser einst nur auf der nördlichen Seite der Straße. Das änderte sich erst nach dem großen Brand, der unser Dorf zu einem erheblichen Teil in Schutt und Asche legte. Dieses Unglück geschah an 8.6.1806, einem Sonntagmorgen in der Pfingstzeit, gerade zu der Stunde, als viele Steinförder in der benachbarten Wieckenberger Kapelle am Gottesdienst teilnahmen.
Mit ungebrochenem Mut begannen unsere Vorväter mit dem Wiederaufbau. Im Hochsommer waren alle Häuser soweit, dass die Ernte unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Lediglich der Theilmannsbauer hatte sein Anwesen auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder aufgebaut. Die Lücke zwischen H. Hanebuth und den Gebr. Rahte lässt die alte Hoflage noch erkennen. Seitdem werden also die Pfannkuchen auf beiden Seiten (der Straße) gebacken.

(Von Paul Borstelmann aus seinem Buch »Die Geschichte der Gemeinde Wietze«)