Hornbostel: „Hutweide”/Erstes Kalb geboren

Naturschutzgebiet „Hornbosteler Hutweide”

Erstes Kalb geboren
(von Simon Ziegler, CZ, 27.02.2009)

Nachwuchs in der Hornbosteler Hutweide: Am Montag wurde in dem Beweidungsprojekt ein Bullenkalb geboren. Für das junge Heckrind sucht die CZ gemeinsam mit dem betreuenden Landwirt Hans-Heinrich Thies noch einen Namen. Kinder sind aufgerufen, ihre Vorschläge einzureichen.

HORNBOSTEL. Bei den Heckrindern in der Hornbosteler Hutweide hat sich der erste Nachwuchs eingestellt. Ein Bullenkalb erkundet unter der Obhut seiner Mutterkuh die einzigartige Hutelandschaft in der Allerniederung. Anders als die älteren meist dunkelbraunen bis schwarzen Heckrinder hat das Kalb ein etwas helleres braunes Fell.
Damit ist die Heckrinder-Herde auf elf Tiere angewachsen. „Wir hoffen auf weiteren Nachwuchs, denn auch mit den im Frühjahr erwarteten zusätzlichen Tieren reicht die Herdengröße noch nicht aus, um die Pflege der wertvollen Grünländereien, Wacholdergebüsche und Hutewälder zu sichern“, sagte Projektleiter Danny Wolff. Die Tiere sollen als natürliche Landschaftspfleger die historische Kulturlandschaft erhalten.

Der Landwirt Hans-Heinrich Thies kümmert sich täglich um die Tiere. Dem 35-Jährigen ist der Umgang mit Rindern und Pferden seit seiner Kindheit vertraut. Der Schwerpunkt seines Betriebes in Meißendorf liegt heute zwar beim Anbau nachwachsender Rohstoffe, er betreut aber noch 25 Pferde auf dem eigenen Hof. „Mein Herz als Landwirt schlägt für die Tiere, deshalb habe ich mich um eine Mitarbeit an dem Projekt beworben“, so Thies. Er erhält für die Tierbetreuung keine zusätzliche Entlohnung durch die öffentliche Hand, sondern deckt seine Kosten durch die übliche flächenbezogene Agrarförderung. Vor Ort ist er inzwischen gut bekannt. „Ich werde oft von Spaziergängern angesprochen. Die Resonanz auf das Projekt ist bisher überwiegend positiv.“