Ortsgeschichte: Kurzinfo

Die Einheitsgemeinde Wietze entstand 1973 mit der Gebiets- und Verwaltungsreform des Landes Niedersachsen aus den bis dahin selbstständigen Dörfern Wietze, Hornbostel, Jeversen und Wieckenberg.
(Die Herkunft der Ortsnamen können Sie hier nachlesen).

Die beiden ehemals selbständigen Orte Wietze und Steinförde wurden bereits 1928 zur Gemeinde „Wietze“ zusammengelegt.

Die Entwicklung des Ortes Wietze hing entscheidend vom Salz und vom Erdöl ab. Schon im Jahr 1013 war in einer Grenzbeschreibung von „Heidebrunnen“ die Rede gewesen. Teilweise trat das Erdöl – Wietzer Teer (Smeer) oder Satanspech genannt – von selbst zu Tage und wurde von den Bauern als Wagenschmiere, Desinfektionsmittel, Heilmittel für Mensch und Tier, Wundschutz bei Obstbäumen, Imprägniermittel für Holz (Fässer und Schiffe) und auch für die Wegebefestigung verwendet.

Wietze war Ausgangspunkt, Schrittmacher und Zentrum der deutschen Erdölindustrie

Im Jahr 1858 brachte Professor Hunaeus die erste Bohrung in Wietze nieder. Mehr Kurzinfos dazu erhalten Sie unter "Wietzer Erdölgeschichte".

Wietze ist auch heute noch mit der Erdölindustrie verbunden. Der hier angesiedelte Bohrbetrieb der Fa. RWE Dea bringt Aufschluss- und Produktionsbohrungen im In- und Ausland nieder. Ein Forschungslabor dieser Gesellschaft arbeitet auf internationaler Basis speziell für den Sektor Erdöl- und Erdgasgewinnung.

Neben der Erdölindustrie haben sich in Wietze hauptsächlich Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe bzw. Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt.

Daneben haben die Firmen Continental (Testzentrum für Pkw- und Lkw-Reifen) und WABCO (Versuchsbahn für elektronische Komponenten in Nutzfahrzeugen) im Ortsteil Jeversen jeweils eigene moderne Teststrecken errichtet.

Ein wichtiger Meilenstein für Wietze in seiner Ortsgeschichte war die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt (heute Teil der B 214) im Jahr 1900, denn bis zum ersten Erdölspritzer in der Geschichte der Erdölbohrungen durch Bohrmeister Hasenbein verlief die Hauptverkehrsader von Ost nach West im Raum Celle über Winsen/Aller nach Verden und Bremen. Erst der Anstieg der Erdölförderungsmenge mit seinen Verkehrsproblemen machte die Neuorientierung über Wietze notwendig.

Ein weiterer sehr wichtiger Grund für die Verkehrsentwicklung in unserer Gemeinde war der Bau der großen Nord-Süd-Autobahn, für die die B 214 ein wichtiger Zubringer ist. Auch die industrielle Neuentwicklung in Wietze profitierte von dieser Verkehrsentwicklung.

In dem seinerzeit noch selbständigen Ort Steinförde (inzwischen aufgegeangen in der Gemeinde Wietze) entstand im Jahr 1912 ein Kalischacht, der 1923 wegen Unrentabilität geschlossen wurde.

Den Glanz der Vergangenheit aus der Zeit der letzten Celler Herzöge findet der Besucher in der über 300 Jahre alten barocken Stechinellikapelle in Wieckenberg.

mehr zur Ortsgeschichte auf Wietze-Info.de

www.wietze-info.de - Informationen über Wietze von Hans-Hermann Pape

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