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Klußmann: Jahresende 2008

Ein Jahr geht schnell vorüber

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Weihnachten steht vor der Tür. In wenigen Tagen feiern wir die Geburt von Jesus Christus und damit ein Ereignis, das die Welt wohl mehr verändert hat als jedes andere.
Veränderung - ein ständiger Begleiter auf unserem Lebensweg. Wie gehen wir damit um, in einer Zeit, in der immer mehr Menschen Beständigkeit suchen und Angst vor Veränderungen haben? Was wäre, wenn Jesus Christus nicht in unsere Welt gekommen wäre und sie verändert hätte?
Ich denke, dass auch wir in einer Gesellschaft mit immer neuen Anforderungen bereit sein müssen, unser Handeln zu verändern. Nur dann können wir unsere Werte, innere und äußere, erhalten.

Konkret gilt dies auch für das Leben in unserer Gemeinde, in der sich auch im vergangenen Jahr vieles, wie ich meine, positiv verändert und entwickelt hat.
An erster Stelle sind da sicher, weil für jedermann und täglich wahrnehmbar, die Straßenbaumaßnahmen an der Bundesstraße und der Kreisstraße in Hornbostel zu nennen. Natürlich sind gerade so umfangreiche Baumaßnahmen mit Belastungen für die Anwohner und insbesondere für die anliegenden Gewerbebetriebe verbunden. Das Ergebnis kann sich aber in beiden Fällen sehen lassen.
So konnte die Ortsdurchfahrt in Hornbostel nicht nur optisch aufgewertet, sondern durch die Fahrbahnverengungen an den Ortseingängen und den erweiterten Gehweg verkehrssicherer gestaltet werden.
Auch die Bundesstraße hat, was mir die vielen Rückmeldungen bestätigen, deutlich an Attraktivität gewonnen. Unterstrichen werden soll dies zusätzlich durch die im nächsten Frühjahr anstehende Bepflanzung der Pflanzinseln.
Das Gewerbegebiet entwickelt sich nun auch für jeden sichtbar langsam aber mit Stetigkeit von der grünen Wiese zu einem "echten" Gewerbegebiet.
Eine wichtige Veränderung hat es darüber hinaus im Bereich der Kinderbetreuung gegeben. So werden seit Mitte dieses Jahres die Hort- und Ganztagsbetreuung ausgeweitet und die Betreuung der unter dreijährigen Kinder erstmals angeboten. Dies stellt ein bedeutendes Signal zur Sicherung der Wohnortqualität dar.
Mit der Beschaffung von insgesamt drei neuen Fahrzeugen konnte auch für die Zukunft die Einsatzbereitschaft der für uns alle unentbehrlichen Freiwilligen Feuerwehr sichergestellt werden.
Auch der Aller-Radweg konnte mit dem Ausbau des letzten Bauabschnitts im Bereich des Allerdamms südlich der Hornbosteler Huteweide fertig gestellt werden.

Diese beispielhafte Aufzählung zeigt deutlich auf, dass wir in Wietze trotz der sehr knapp bemessenen finanziellen Mittel darauf setzen, die Infrastruktur in unserer Gemeinde zu erhalten und dort wo notwendig sinnvoll auszubauen.
Allerdings kann dies nur durch großes ehrenamtliches Engagement gelingen. Dass Sie, meine Mitbürgerinnen und Mitbürger, bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen, haben mir auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Taten deutlich gemacht. Viele Mitmenschen haben sich für unsere Gemeinde eingesetzt und damit auch meine Arbeit für die Gemeinschaft wirkungsvoll unterstützt. Gerade bei der Pflege und dem Erhalt gemeindlicher Einrichtungen haben immer wieder engagierte Bürgerinnen und Bürger Hilfe geleistet, mit der Gemeindeverwaltung zusammen gearbeitet oder die Dinge in die eigene Hand genommen. Neben vielen anderen möchte ich exemplarisch nur das vorbildliche Engagement im Rahmen der Dorferneuerungsplanung in Jeversen, auf die private Initiative zur Gestaltung und Aufwertung der Dorfmitte im Bereich des Helene-Segelcke-Platzes in Hornbostel und den Aus- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Wieckenberg durch die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Wieckenberg nennen. Welche Möglichkeiten engagierte Vereine, die Gewerbetreibenden, die Feuerwehr, die Schule und andere Organisationen für eine Gemeinde eröffnen, zeigen gerade die vielen Trägerschaften von gemeindlichen Einrichtungen. Hier sorgen die Mitglieder dafür, dass ihre Feuerwehrhäuser, ihre Sportstätten, die Schulgebäude usw. den Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und unseren Gästen in einem guten Zustand zur Verfügung stehen. Sie alle leisten einen sehr wertvollen Beitrag zu einem liebens- und lebenswerten Wietze.

Allen, die bereits, egal in welchem Bereich unserer Gesellschaft, mitarbeiten, danke ich ganz herzlich. Ohne Sie geht es nicht. Ich bitte Sie daher, in ihrem Einsatz nicht nachzulassen und rufe gleichzeitig alle Wietzerinnen und Wietzer auf, sich nach eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten für unsere Gemeinde zu engagieren. Dabei geht es auch darum, für die Zukunft zu sorgen. Wir sind es unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, ihnen ein (er-)lebenswertes Wietze zu erhalten. Und natürlich sind auch die Kinder und Jugendlichen selbst aufgerufen, daran mitzuarbeiten. Jeder Einsatz ist willkommen, denn jeder kann "Miteinander - Füreinander" etwas dazu beitragen, unsere Wohn- und Lebensqualität zu erhalten und weiterhin ein Wietze zu bieten, wo wir gerne leben, wo wir uns wohlfühlen, auf das wir stolz sein können.
"Miteinander - Füreinander" zu arbeiten, sollte aber nicht nur als eine ehrenamtliche bürgerschaftliche Aufgabe verstanden werden. Beherzigen sollten dieses Motto auch und weiterhin die Gemeindeverwaltung und die politischen Gremien. Was für die Bürgerinnen und Bürger gilt, erwarte ich in besonderem Maße von den Verantwortlichen und Entscheidungsträgern. Nicht gegeneinander, sondern nur miteinander kann erfolgreiche Arbeit für UNSER WIETZE geleistet werden.
Jesus Christus hat mit seinem "Mensch-werden" ein nicht zu erreichendes Beispiel für Selbstlosigkeit gegeben. Dies ist nicht die Messlatte, aber ein deutliches Zeichen für die Richtung unseres Handelns. Jede gute Tat, und sei sie noch so klein, zählt. In diesem Sinne möchte ich mit einem Zitat von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer, schließen:
"Alles Gute in der Welt geschieht nur, wenn ein Mensch mehr tut, als er tun muss."
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und, dass wir im nächsten Jahr alle gemeinsam und mit viel Optimismus viele "Kleinigkeiten" zum Guten verändern können.

Herzliche Grüße

Ihr Bürgermeister
Wolfgang Klußmann