Wissen Sie, dass auch Prostituierte Wietze vor 100 Jahren als Goldgrube entdeckt hatten, von denen die hübschesten und frechsten eine schwere Tasche voll Geld mit nach Hause nahmen? 16-18 Frauen kamen dazu an Lohntagen extra aus Hannover, Braunschweig und Hamburg angereist.

Zeittafel der Gemeinde Wietze (Wichtige Daten)

um 970 Jeversen: erstmalig urkundlich als Geveringahusen genannt (Hornbostel wird ähnlich alt geschätzt)
1013 Wietze: Erste urkundliche Erwähnung als Ort mit den „Hedesburnau“ (Heidebrunnen = Teerquellen)
1220 Wietze: „witsene“ taucht in alten Chroniken erstmalig als Ortsname
um 1300 Wieckenberg: Wikenberch wid erstmalig als Ortsname
1617 Steinförde: wird erstmalig genannt
um 1652 Erdöl: wird in Wietze zum ersten Male gefunden und von den Bauern in "Teerkulen" gewonnen
1667 Bauernhöfe: 17 in Steinförde, 9 in Wietze, 8 in Wieckenberg, 11 in Hornbostel, 11 in Jeversen
1692 Wieckenberger Kapelle (Stechinelli-Kapelle): F.C. Stechinelli beginnt mit dem Bau der Kapelle
1770 Bauernhöfe: 17 in Steinförde, 9 in Wietze, 8 in Wieckenberg, 11 in Hornbostel, 11 in Jeversen
1805 Steinförde: Bei der großen Feuersbrunst wird nahezu das ganze Dorf vernichtet
1838-1874 Wietze: Gemeinheitsteilung und Verkoppelung
1854-1861 Steinförde: Gemeinheitsteilung und Verkoppelung
1854 Jeversen: Gemeinheitsteilung und Verkoppelung
1858/59 Erste ölfündige Bohrung: durch Konrad Hunäus in Wietze (weltweit)
1876 Hornbosteler Straße: Bau der Straße einschließlich der Wietze-Brücke (einfache Bauweise)
1899 Ölboom: Beginn (Bohrmeister Hasenbein wird auf dem jetzigen Erdölmuseumsgelände fündig)
1900 Straße von Celle über Wietze nach Schwarmstedt (heute Teil der B 214); Bau
1903 Ölgesellschaften: 32 Gesellschaften sind in Wietze tätig ("Deutsche Tiefbohr-AG" als größte Firma)
1903 Bahnhof: Einweihung und Aufnahme des Bahnbetriebes Celle-Schwarmstedt über Wietze
1904 Wieckenberger Straße: Bau
1909 Hornbosteler Enklave: Umgemeindung nachWietze und Steinförde
1909 Stromnetz: Anschluss von Wietze (Netz der Stadt Celle, zunächst jedoch nur das Ölgebiet)
1909/1910 Neu-Wietze: Entstehung
1911 "Deutsche-Erdöl-Aktiengesellschaft" (DEA): Gründung
1912 Kalischacht: Entsehung in Steinförde
1918-1923 Erdölbergbau: Beginn durch Abteufen von zwei 263 m und 228 m tiefen Schächten
1920 Erdöl: Beginn der Gewinnung im Untertagebergbau
1921 Evangelische Kirchengemeinde Wietze-Steinförde: Verselbständigung
1923 Kalischacht: Schließung wegen Unrentabilität
1923 Schulen: Zusammenlegung der Schulen von Wietze und Steinförde zu einem Gesamtschulverband
1926-1928 Neu-Wietze: wird wesentlich erweitert (insbesondere Wilhelmstr. und "Im Langen Felde")
1928 Wietze und Steinförde: Die Gemeinden werden zusammengelegt
1930 Ölberg: Bau einer Seilbahn und Beginn einer neuen Halde (heute "Ölberg")
1963 Erdölbergbau: Die DEA stellt den Betrieb wegen Unwirtschaftlichkeit ein
1964 DEA: Verkauf ihres Betriebsgeländes an der B 214 an die Firma Rüter-Bau
1964-1973 Rüter-Bau: Eröffnung und Ausbau eines Zweigbetriebes für Stahlbau
1966 Schulwesen: Neuorganisation in der Gemeinde Wietze (neu: Mittelpunktschule Wietze)
1966 Kanalisation: Inbetriebnahme des ersten Abschnitts
1966 Bahnbetrieb: Einstellung des Betriebes Celle-Schwarmstedt über Wietze
1973 Wietze, Hornbostel, Jeversen und Wieckenberg: werden zur Einheitsgemeinde Wietze
1973 Ortsdurchfahrt: Einweihung nach Neugestaltung
1974 Sozialstation: Gründung der ersten Station in Niedersachsen
1979 Straßenverbindung von Wieckenberg zur Landesstraße 310 bei Fuhrberg: Der Bauausschuss des Landkreises Celle beschließt, das Vorhaben aufzugeben
1983 Erdgasversorgungsnetz: Wietze wird an das Netz der Landesgas Niedersachsen angeschlossen
1985 Eisenbahnstrecke Celle - Wietze: Rückbau
1996 Gemeinde Wietze: Wietze wird Bedarfszuweisungsgemeinde
2007 Gemeindewerke Wietze GmbH: Gründung der Stromnetzgesellschaft
2009 Marketingprozess: Beginn (Fragebogenaktion)