
Gemeindehaushalt: 2009/CZ
Wietze muss kleine Brötchen backen
(Von Simon Ziegler, 20.11.2008)
Kaum Investitionen, dafür ein sinkender Schuldenberg. Die Gemeinde Wietze hat die Haushaltszahlen für das kommende Jahr vorgelegt. Demnach ist ein Defizit von etwa 480.000 Euro für 2009 einkalkuliert. Allerdings rechnet die Verwaltung auch im kommenden Jahr mit einer Bedarfszuweisung des Landes. Die Höhe ist aber noch unklar.
WIETZE. Mit „kontrollierter Offensive“ geht die Gemeinde Wietze finanziell ins kommende Jahr. So nannte Bürgermeister Wolfgang Klußmann die Zahlen des Haushaltes 2009, die die Verwaltung jetzt im Finanzausschuss vorgelegt hat. „Wir hoffen, dass sich die Zahlen im Laufe des Jahres noch verbessern und wir dann einen positiveren Nachtragshaushalt vorlegen können“, sagte Klußmann.
Ob sich diese Hoffnung angesichts der Finanzkrise erfüllen wird, bleibt abzuwarten. Klußmann rechnet auch im kommenden Jahr mit einer Bedarfszuweisung des Landes, die im Haushalt noch nicht berücksichtigt wurde. In welcher Höhe sie ausfallen wird, ist unklar. In diesem Jahr waren es 400.000 Euro.
Im Haushalt ist ein Defizit von 479.500 Euro vorgesehen. Damit wird es im Gegensatz zu diesem Jahr nicht gelingen, ein ausgeglichenes Zahlenwerk vorzulegen. Mehrere Gründe sind laut Klußmann dafür verantwortlich. „Wir haben zusätzliches Personal im Bereich der Kinderbetreuung eingestellt sowie eine halbe Hausmeisterstelle an der Schule neu besetzt.“ Außerdem belaste die zweite Runde der Tariferhöhung im öffentlichen Dienst die Kassen.
Investitionen: Mit lediglich knapp 250.000 Euro bleibt kaum Raum für Investitionen. Von diesem Betrag sind 140000 Euro für die Fertigstellung der Dea-Straße vorgesehen, für die Errichtung eines Bolzplatzes sollen 20000 Euro bereitgestellt werden. Ein genauer Standort für den Platz sei noch nicht gefunden, sagte Klußmann. Die Beschaffung von Software für die Verwaltung (17000 Euro) sowie ein Budget für die vier Ortsfeuerwehren (17000) Euro sind weitere Posten. Der vorgesehene Kauf eines Tanklöschfahrzeuges im Wert von 100000 Euro wurde auf das Jahr 2010 verschoben, so der Bürgermeister.
Die vorgelegten Zahlen seien auch in schwierigen Zeiten der Versuch, die Gemeinde weiter zu entschulden, hieß es. Die Mitglieder des Finanzausschusses haben den Haushalt in dieser Form mehrheitlich empfohlen. Entscheiden wird der Gemeinderat.








