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Handballsport: Historie

Handballsport wird in Wietze in der "Handballsparte" des TSV Wietze betrieben.

Jahre 1946 - 1980
Handball zählt zu den Sportarten, die in Wietze immer Freunde hatte. 1948, noch vor der Währungsumstellung, ging es richtig los. Hermann Bührke war der Initiator. Sehr bald standen 4 Mannschaften, 2 Herren-, 1 A-Jugend- und eine Frauenmannschaft im Spielbetrieb.
Heute unvorstellbare Opfer wurden von den Spielern und Betreuern für ihren Sport erbracht: Bührke stellte sein Kopfgeld (so nannte man das erste neue Bargeld, die D-Mark) für dringende Ausgaben zur Verfugung.
Fahrten mit dem Fahrrad waren an der Tagesordnung, egal ob es nach Celle, Wienhausen, Bergen oder Hermannsburg ging. Stand einmal ein LKW bereit, wurden auf der Rückfahrt natürlich die obligatorischen Sportlieder zum Besten gegeben.
Besondere Erfolge hatte in den fünfziger Jahren die erste Mannschaft, sie spielte in der Bezirksklasse.

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Bild 1: Bezirksmannschaft TSV Wietze, Handball, 1956
V. l.: Rasmus, Neumann 1, Müller, Biader II, Weiland, Neumann II, Antelmann, Hornbostel, Marisch, Schroeb, Zielke Bild 2: Abschied Dieter Neumann vorn aktiven Sport
Von links: Deiters, Schmotz, Surey, Busse, Freitag, Wiebe, Neumann, Windisch, Rasmus, Markwart

Auch die A-Jugend gehörte lange Jahre zu den Spitzenmannschaften im Kreis.
Damals wurde noch hauptsächlich auf dem Feld gespielt, der Bau von Sporthallen hat dann zum Hallenhandball geführt. Die alten Kämpen trauerten wehmütig dieser Zeit nach.
Ende der sechziger Jahre war die Zeit, in der auch die letzten der sogenannten "alten" Handballer Wietze aus beruflichen Gründen verlassen mussten. Von da an bis etwa Mitte der siebziger Jahre war es der Verdienst von Jürgen Krause, dass trotz der vielen Abwanderungen weiterhin Handball gespielt wurde. Erst ab etwa 1975 war der Zugang der Handballsparte so groß, dass sogar zwei Herrenmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen konnten.
Aus dem vorhandenen Spielerkreis gelang es Gerhard "Churchill" Brandes durch gezieltes Training, eine spielstarke 1. Herrenmannschaft zu formieren. Die Krönung seiner Arbeit war in der Spielzeit 1978/79 der Aufstieg in die Kreisliga und der Gewinn des Kreispokals in der gleichen Saison.

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Bild 1: Männer- und Frauenmannschaft aus der Saison 1975/76
Bild 2: Kreispokal-Sieger '79
stehend v. 1.: KI. Tiedt, Wilfried Simon, Dieter Schmatz, Volker Freitag, Peter Bussmann, Ernst Windisch kniend v. I.: Lothar Surey, Udo Stanczewski, Rainer Stanczewski, Gerd Labuda

Durch die 1978 in Betrieb genommene Sporthalle im Sportpark wurde der Grundstein für eine weitere erfolgreiche Arbeit der Handballsparte gelegt.

Frauenhandball in Wietze
Schon 1946/47 griffen auch die Frauen in das Handball-Geschehen ein, zunächst noch ohne Altersunterteilung. Gespielt wurde auf dem Großfeld mit elf Spielerinnen und alten Sportplatzgängern sind vielleicht noch Namen wie Elisabeth Thielmann, Lona Mesenbrink, Dolly Henning und die Schwestern Bonnell ein Begriff. Ab 1949 drängte die nächste Generation unter Trainer Hans Rasmus in den Vordergrund.


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Wie damals die Situation in der Handballsparte war, zeigt folgendes:
Für 2 Herren- und 1 Damenmannschaft besaß man nur 2 Sätze Trikots. So passiertes es häufig, dass in den gleichen Trikots erst die Damen, dann die Reserve spielen musste. Das führte bei den Herren prompt zu Protesten, sie wollten auch nicht immer in den "ausgebeulten" Hemden spielen.
Ein wahrer Handball-Boom brach Anfang der 50er Jahre aus; wie viele kleine Ortschaften hatte auch Hornbostel eine eigene Frauenmannschaft. Sie fielen aber bald der permanenten HB-Frauenkrankheit zum Opfer: nämlich Spielermangel. Daran schlief dann auch 1965 nach ca. 20 jährigem Bestehen die letzte weibliche Mannschaft der 1. Epoche ein.

Die Neuzeit begann 1972 mehr aus Versehen. Um eine Gruppe dem Turnen entwachsener Vorturnerinnen im Verein zu halten, führte Ruth Heinrichs im Anschluss an das Turnen eine Ballspielstunde ein.
Mit Unterstützung ihrer Freundin aus vergangenen Handballtagen, Monika Küster von Germania List Hannover, entstand die erfolgreiche Handball-Jugendmannschaft, die schonnach zwei Jahren in die Bezirksklasse einzog.
Leider konnte die 2. A-Jugend nicht an die Leistungen anknüpfen. So musste der Platz in der Jugend-Bezirksklasse aufgegeben werden, als 1975 die 1. A-Jugend in die Frauenklasse aufstieg.

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Bild 1 zeigt die weibliche A Jugend
Stehend v. I.: Betreuerin Ruth Heinrichs, Anne-Katrin Hamster, Birgit Dewenter, Angelika Lietze, Ingrid Wolter, Monika Thies, Angela Richter, Trainerin Monika Sinhuber-Küster.
Kniend: Gisela Engeldinger, Dagmar Warnecke, Christia Nachtigal, Birgit Thies und Manuela Beins.
Bild 2 zeigt die Frauenmannschaft
Trainer Brandes, Torfrau Borsuch, Bartels, Deiters, Windisch, Heinrichs, Thies, Fleischer, Lietze, Lorke, Freitag. Es fehlt die zur Mannschaft gehörende Katja Gottschalk.

Sie benötigte nur zwei Jahre, um über Kreisklasse und Kreisliga, 1977 wieder die Bezirksklasse zu erreichen und gleichzeitig den Kreispokal zu erringen. 1979/80 belegt die Mannschaft, die jetzt von Gerhard Brandes trainiert wird, mit einem 3. Platz die bisher beste Placierung in der Frauen-Bezirksklasse.
Drei Mädchenmannschaften der Altersstufen A und B (Kreisliga) und C (Kreisklasse) sorgten unter der Leitung von Ruth Heinrichs und Ingrid Windisch dafür, dass es auch in den nächsten Jahren nicht an Nachwuchs fehlte.

Jahre 1980 - 2005
In der Saison 1981/1982 gelang der Damenmannschaft der Aufstieg in die Heideliga.


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Bild 1:
obere Reihe: Trainer Gerhard Brandes ("Churchill"), Kirsten Helms, Verena Freitag, Heike Barteis, lngrid Windisch, Doris Meyer, Sabine Gotthuusen, Sabine Mertens.
untere Reihe: Martina Lietze, Angelika Tiedt, Babette Lorke, Sabine Borsuch, Monika Fleischer, Katja Gottschalk, Ruth Heinrichs.
Bild 2:
Birgit Friedrich, Babette Rasmus, Anne Aring, Ingrid Windisch, Monika Fleischer, Uschi Kruse, Renate Kubetzky, Katja Dompke, Karin Stach,Marion Bienia.
Trainer Peter Kubetzky
Es fehlt Angelika Tiedt

Nach Ende dieser Saison kamen fünf neue Spielerinnen plus Trainer von Post/SV Eintracht Celle zum TSV, Schnell wurde aus, der alten Mannschaft und der "Neuen" eine erfolgreiche Mannschaft. In den Jahren 1982-1989 spielte man in der Bezirksklasse und in der Heideliga.

"Wendezeit"
Mit den politischen Ereignissen im November 1989 kam die Damenmannschaft unmittelbar in Kontakt. Durch private Verbindungen nach Sonneberg/Thüringen kam es schon vor der Grenzöffnung im November 1989 zu einem Freundschaftsspiel in Sonneberg gegen den SC Sonneberg.
Damals war das noch illegal!!
Gleich nach der Grenzöffnung kamen die Sonneberger zu einem Gegenbesuch. Wir erlebten Geschichte live mit!!!

3. November 1989 in Sonneberg, damals DDR

Die Damen des TSV und die Sonnenbergerinnen
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Trotz zahlreicher Weggänge aus Wietze blieb der "Kern" der Damenmannschaft zusammen und spielt seit 1989 in der Kreisliga. Gleich in der ersten Saison in dieser Spielklasse konnte die Kreismeisterschaft (36:0 Punkte) und der Kreispokal gewonnen werden.
Der letzte Erfolg datiert aus dem Jahre 2003, als die Damen den Kreispokal gewannen.

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Damen des TSV Wietze siegen mit 16:12

Während all der Jahre nahm auch eine Herrenmannschaft am Spielbetrieb teil. Ab 1994 wurde in der Sparte, dank der guten Vorarbeit des Sportlehrers, Burkhard Rühmland, die Jugendarbeit forciert.
Der größte Erfolg war die Kreismeisterschaft und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zum Bezirk der männlichen C-Jugend unter der Regie von Uwe Lehmann.

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Bei den Mädchen gelang es der weiblichen D-Jugend, mit Trainerin Bettina Weder in der Saison 2002/2003 den Kreismeistertitel zu erreichen.


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weibliche D-Jugend Kreismeister 2002/03
hintere Reihe: Janina Rücker, Lisa Gibalowski, Kathrin Slopianka, Kim Güttler,
Carolin Zwenger, Julia Gründer, Antonia Gustmann, Betreuerin Bettina Werler
vordere Reihe: Cornelia Werler, Karin Häring, Usa Lohmann

Heute engagiert sich ein Großteil der Damenmannschaft in der Jugendarbeit und in der Spartenleitung.
2004 nahmen folgende Mannschaften am Spielbetrieb teil:
männliche E-Jugend, männliche C-Jugend, Herrenmannschaft, weibliche E-Jugend, weibliche D-Jugend, weibliche C-Jugend, weibliche B-Jugend, Damenmannschaft.

(übernommen im Wesentlichen aus der Festschrift "100 Jahre TSV Wietze")