
Heinrich Weidemann
Heinrich Weidemann
(Helmut Speiel erinnert sich an Originale: Menschen, die man nicht vergisst...)Heinrich Weidemann hatte in Wietze ein gutes Gemüsegeschäft aufgebaut. Weil er Grünzeug verkaufte, hängte man ihm den Spitznamen „Grünhagen“ an. Er trug das mit Humor.
Als ein Schützenfest bevorstand, musste ein 7 Zentner schweres Klavier auf den LKW der Firma Anhalt aufgeladen werden. Das wurde mit 4 Mann versucht. Es klappte einfach nicht. Heinrich sagte: „Was gebt ihr aus, wenn ich das allein schaffe?“
„10 Runden Bier!“ sagte einer.
„Zu wenig“, meinte Heinrich.
Das nächste Gebot war 20 Runden.
„Zu wenig“.
Dann rief einer: „100 Liter Bier, das schaffst du nie!“
Er sagte OK., hob das Instrument rückwärts an, drehte sich zur Ladeklappe, setzte es schräg auf. Dann zog er es gerade und hob die hintere Seite rücklings an und schob es gemütlich auf die Ladefläche!
„Was sagt ihr nun?“
So 20 Leute klatschten Beifall. Aber die Wette ist nie eingelöst worden.
Bei einer anderen Feier hatten die Fußballer vom TSV Wietze gewonnen. Man feierte den Sieg bei uns im „Schützenhof“. Heinrich hatte die Mannschaft mit seinem LKW gefahren. In unserem Gastzimmer steht eine gusseiserne Säule. Einige der Sportler waren schon hochgeklettert. Der Torwart Helmut Pein war mit seinen dicken Kreppsohlen einfach „hochgelaufen“ mit seinen langen Armen.
Heinrich witterte seine Chance. Er versuchte es, rutschte herunter. Weitere Versuche, dasselbe. Ergebnis.
Als dann endlich 10 Runden Bier geboten waren, zeigte er es allen!








