
Gustav Hellwig und Heinrich Ahrens
Helmut Speiel erinnert sich an Menschen aus seinem Umfeld
Gustav Hellwig war nach dem Kriege in Wietze „hängen geblieben“. Er war immer in der Landwirtschaft tätig gewesen. Sein voriger Dienstherr war kein Geringerer als der Herr von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland.
Das Gedicht konnte er perfekt auswendig.
Zuerst war er auf dem Hof von Heinrich Ahrens tätig. Als die beiden zum Zäune setzen im Bruch waren, hielt Heinrich einen Eichenpfahl. Gustav stand auf der Ackerschiene vom Lanz-Bulldog und Gustav schlug mit dem Vorschlaghammer von oben zu. Heinrich wollte den Pfahl wohl noch ausrichten, da traf ihn der Hammer mitten auf die Hand. Im Celler Krankenhaus wurde das repariert. Geklagt hat Heinrich nie.
Als er einmal seinen Lanz-Bulldog anwerfen wollte, das musste man mit dem Steuerrad machen, gab es eine Fehlzündung, der Lanz drehte rückwärts und das Steuerrad zerschlug ihm seinen Unterkiefer.
Aus dem Krankenhaus zurück, konnte er kaum sprechen. Mit vielen Zugdrähten rechts und links hatte man das stabilisiert. Nur flüssige Nahrung konnte er zu sich nehmen. Ein eisenharter Mann.
Gustav wechselte zum Bauern Gudehus und fuhr mit Pferd und Wagen. Er wurde immer schwächer. Wir boten ihm an, zu uns zu ziehen und so ein bisschen Haus und Hof in Ordnung zu halten. Er war sofort einverstanden. Wir hatten ein Zim-mer für ihn hergerichtet. Als Gustav von uns nach Hause ging, hat ein junger Mann den armen Kerl totgefahren.








