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FV Schwimmbad-Wietze: Neuer Vorstand 2003

Wietzer Förderverein plant mit Vereinsbad
Neuer Vorstand mit Lokalprominenz angetreten
(Von Andreas Babel, CZ, 7.2.2003)

Das Wietzer „Dr.-Erich-Bunke-Bad” soll ein Vereinsbad werden. Das plant zumindest der neue Vorstand des Schwimmbad Fördervereins Wietze (SFW), dessen Besetzung sich wie das „Who is Who” von Wietze liest. Der
Gemeinderat hat zwar seine Zustimmung noch nicht gegeben, aber es ist davon auszugehen, dass das höchste politische Gremium der Gemeinde das am 6. Mai tun wird.

Eigentlich fehlt nur noch ein Pastor, dann wäre die Dorfprominenz komplett im Förderverein.
Neue Vorsitzende ist die Zahnärztin Annemarie Liebig-Bunke, ihr Stellvertreter ist Bürgermeister Hermann Holzbach. Vom alten Vorstand sind nur noch Gemeinderatsmitglied David Liebig, Gemeinde-Kämmerer Wolfgang Klußmann und der ehemalige Chef des Flughafens Langenhagen, Peter Tornow aus Hambühren, vertreten.
Neu im Vorstand sind neben Holzbach und Liebig-Bunke auch Kurt Trumtrar und Schulleiter Werner Hentschel. Trumtrar ist neben seinem Engagement in der Schwimmsparte des TSV Wietze auch Leiter des Polizeikommissariates Wietze.
Diese Personen haben durch ihre gesellschaftliche Stellung sicher ganz andere Möglichkeiten, als Multiplikatoren aufzutreten, als dass dem alten Vorstand möglich war.

Vorsitzende ist Annemarie Liebig-Bunke. Ihr zur Seite stehen: (von links) David Liebig, Peter Tornow, Wolfgang Klußmann, Kurt Trumtrar, Werner Hentschel und Hermann Holzbach.

„Der bisherige Vorstand hat uns wertvolle Daten und Fakten geliefert. Auf dieser Grundlage soll nun die emotionale Leistung vollbracht werden, für die jeder Wietzer zu begeistern ist. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine der letzten Attraktionen, die Wietze noch hat, dicht gemacht wird”, verdeutlichte Liebig-Bunke im CZ-Gespräch.

„Die Gemeinde ist nicht mehr in der Lage, das Bad so weiter zu führen, wie das bislang war. Wir haben jährlich 200 000 bis 250 000 Euro zugeschossen”, sagte Holzbach. Geplant ist, dass das Hallenbad ganzjährig vom Förderverein betrieben wird. Die Gemeinde soll weiter Träger bleiben, jährlich 75.000 Euro für die laufenden Kosten zur Verfügung stellen und sich um die Technik des Bades kümmern.

Der Förderverein wäre zuständig für die Wasseraufsicht, die Uberwachung des Eintritts und den Verkauf der Eintrittskarten. Außerdem müsste er sich um die Reinigung des Bades, die Unterhaltung und die Werbung kümmern.
Gerne würde der Förderverein auch das Freibad zumindest in den Sommerferien öffnen. Einig sind sich Liebig-Bunke und Hentschel, dass es schwer zu vermitteln ist, dass das Freibad in der Hitze des Sommers nicht zu öffnen. Um dafür Geld in die Vereinskasse zu bekommen, soll ab Mai (den Anfang soll ein Sponsorenschwimmen machen) jeden Monat eine große Veranstaltung fürs Bad laufen. Kleinere Veranstaltungen wie Flohmärkte ergänzen das Angebot.

Für die vielen Aufgaben, die die Betreuung des Bades benötigt, sucht der SFW Freiwillige, die sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Schulen und Kindergärten werden künftig auch Eintritt bezahlen müssen. Der reguläre Badegast muss Mitglied des Fördervereins oder Schwimmer der DLRG oder des TSV Wietze sein. Bislang liegt der Mitgliedsbeitrag bei 12 Euro im Jahr. Der Förderverein will aber auch eine Möglichkeit finden, wie Touristen ohne eine Vereinsmitgliedschaft das Bad nutzen können. Bei den Öffnungszeiten werde es indes Einschränkungen geben, kündigten die künftigen Betreiber an.