
Wilhelm Pfahlert
Schmiedemeister Wilhelm Pfahlert
(Helmut Speiel erinnert sich an Handwerker aus seinem Umfeld)
Eine andere Adresse war die Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Pfahlert. Heute ist da Blumen-Stefan drin. Da wurden eiserne Reifen auf große Wagenräder aufgezogen. Da waren mehrere Männer gleichzeitig am Werk. Das roch so schön nach verbranntem Holz.
Dann wurden Pferde beschlagen, eine interessante Sache. Ich fragte, ob den Pferden keine Schmerzen entstehen, wenn das glühende Eisen auf den Huf aufgebrannt wurde. Meister Pfahlert beruhigte mich, dass da keine Schmerzen auftreten. Aber dieser Geruch von verbranntem Horn hat bei mir immer noch einen Erinnerungswert.
Meister Pfahlert war ein exzellenter Geräteturner und auch so ein eisenharter Mann. Ich staunte, wenn er sich eine Pfeife ansteckte. Der nahm mit bloßer Hand eine glühende Schmiedekohle aus der Esse, legte sie auf die Pfeife und anschließend ganz langsam zurück. Meine Frage, ob das nicht weh tut, beantwortete er lächelnd: “Ein Schmied hat sieben Häute!“
Ich sah Schmiedearbeiten wie Axt herstellen, Feuerschweißen, Schiebkarren beschlagen und vieles mehr.








