
Orkan "Kyrell" überquert Wietze 2007
Orkan "Kyrell" (Jahrhundertorkan) überquert Wietze am 18.1.2007
Viele SturmschädenBerichte von T.Beyersdorff
Bäume auf der Fahrbahn B 214 am 18.01.2007
Um 17:15 alarmierte die Feuerwehr - und Rettungsleitstelle die Ortsfeuerwehr Wietze auf die B 214 in Richtung Ovelgönne. Dort sollen mehrere Bäume auf der Fahrbahn legen. Rüstwagen und Tanklöschfahrzeug rückten daraufhin in Richtung Ovelgönne aus.
Am ersten Baum angekommen, stellte sich schon recht schnell heraus das hier recht viel Arbeit wartet. In Absprache mit der Polizei wurde dann die B 214 in beide Richtungen voll gesperrt damit die Kräfte vor Ort vernüftig arbeiten konnten. Insgesamt mussten auf der Strecke von Wietze in Richtung Ovelgönne 6 Bäume von der Straße beseitigt werden bzw. noch stehende Bäume abgesägt werden weil diese drohten auf die Fahrbahn zu fallen.
Kurz vor Ovelgönne rissen Bäume eine Stromleitung ab, die noch Strom führenden Kabel sprühten Funken in den Wald. Dieser Bereich wurde abgesichert bis das zuständige Stromversorgungsunternehmen vor Ort war und den Strom abgestellt hatte.
Diese ganzen Einsatzstellen mussten mit nur 2 Fahrzeugen und 6 Mann bewältigt werden, da in den Ortsgebieten Wietze und Wieckenberg zahlreiche Bäume dem Sturm zum Opfer fielen und auf Straßen, Wohnhäuser oder Autos krachten.
Nach ca. 1 Stunde konnte die Fahrbahn einseitig wieder befahren werden.
Baum droht auf Wohnhaus zu fallen am 18.01.2007
Ein über 20 Meter hoher Baum drohte in der "Tunwische" auf ein Wohnhaus zu fallen.
Kräfte der Ortsfeuerwehr Wietze mussten sich auf dem Grundstück erstmal zu dem besagten Baum "durchsägen", da hier 8 Bäume dem Wind zum Opfer fielen.
Nach erster Erkundung war klar das hier ohne fremde Hilfe nicht viel zu machen sein wird. Durch den Gemeindebrandmeister wurde über die Feuerwehr - und Rettungsleistelle eine Drehleiter von der Celler Feuerwehr sowie ein Kran der Fa. Riebinski aus Hambühren angefordert.
Nach Eintreffen von Drehleiter und Kran mussten zwei weitere Bäume gefällt werden, damit die großen Fahrzeuge nah genug an das Wohnhaus heran kommen konnten.
Der Baum der auf das Wohnhaus zu stürzen drohte wurde dann zuerst mit dem Ausleger des Krans gesichert und anschließend von einem Kameraden im Korb der Drehleiter mittels der Kettensäge in einer gewissen Höhe abgesägt.
Der abgesägte Teil des Baumes wurde dann vom Kran sicher auf dem Boden abgelegt.
Der Anwohner zeigte sich erleichtert das der Baum nun keinen Schaden mehr an dem Wohnhaus anrichten konnte.
Am Salzberg am 18.01.2007
In der Straße "Am Salzberg" in Richtung des Betriebsstoffdepots der Bundeswehr mussten diverse Bäume von der Straße geräumt werden, nachdem dort eine starke Windböe die Bäume wie Streichhölzer umknicken ließ.
Wilhelmstraße am 18.01.2007
In der Wilhelmstraße in Wietze stürzte ein Baum auf einen dort abgestellten PKW. Bei Eintreffen des Hornbosteler Tanklöschfahrzeuges konnte ein herab gestürzter Baum ausgemacht werden, der betroffende PKW war allerdings nicht mehr auszufinden.
Steinerne Brücke am 18.01.2007
Auf der Verbindungsstraße zwischen dem Wietzer Salzberg und dem Ortsteil Wieckenberg mussten unzählige Bäume von der Straße geräumt werden.
Bäume auf dem Radweg B 214 am 18.01.2007
Auf der B 214 zwischen Wietze und Ovelgönne mussten mehrere umgestürzte Bäume vom Seitenstreifen und dem Radweg geräumt werden.
Mehrere Bäume auf Geräteschuppen am 18.01.2007
Im Kastendamm fielen insgesamt 4 (!) Bäume auf einen Geräteschuppen. Der Schuppen wurde mit Kanalstützen vom Rüstwagen gesichert, die Bäume aber aufgrund der vielen Einsatzstellen noch nicht entfernt.
Wieckenberger Straße am 18.01.2007
In der Wieckenberger Straße gegenüber dem Wietzer Schwimmbad stürzten mehrere Bäume auf die Fahrbahn. Die Besatzung des Rüstwagen beseitigte die Bäume.
Neuwietzer Weg am 18.01.2007
Auf dem Neuwietzer Weg in Richtung Wietze mussten über 10 umgestürzte Bäume von der Fahrbahn geräumt werden. 2 Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren Wietze und Wieckenberg beseitigten diese. Allerdings gab es noch über 2 Dutzend weitere Bäume die auf die Straße zu stürzen drohten, weshalb dann nach Absprache mit der Gemeinde die Straße komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde.
Am Salzberg Richtung Bw-Depot am 18.01.2007
Erneut mussten 2 Wietzer Fahrzeuge in Richtung Betriebsstoffdepot ausrücken.
Nach einer Windböe knickten wieder zahlreiche Bäume um. Mittels zweier Kettensägen konnte die Straße aber wieder geräumt werden.
B 214 am 18.01.2007
Zum letzten Einsatz an diesem Abend mussten Kräfte der Ortsfeuerwehr Wietze gegen 23:00 Uhr ausrücken. Ein Baum drohte im Bereich der B 214 in Richtung Ovelgönne auf die Fahrbahn zu stürzen. Vorsorglich wurde für die Arbeiten die Straße gesperrt und der Baum mittels der Kettensäge gefällt.
Kastendamm am 19.01.2007
Nachdem bereits am Vortag 4 Bäume auf einen Geräteschuppen stürzten und dieser vorsorglich erstmal mit Kanalstützen abgesichert worden war, mussten diese Bäume am heutigen Tag vom Dach abgetragen werden, weil der Schuppen weiterhin einzustürzen drohte.
Mit Hilfe zweier Kettensäge wurden die Bäume Stück für Stück von der Baumkrone aus abgesägt. In der Wand des Schuppens hatten sich schon einige Risse gebildet.
Nach knapp 3 Stunden waren alle 4 Bäume vom Dach entfernt. Während dieses Einsatzes erhielten die Kräfte vor Ort schon den nächsten Auftrag - die Ortsfeuerwehr Hornbostel benötigte noch Personal um die erneute Suche nach dem vermissten 84-jährigen weiter auszudehnen.
Baum droht auf Garage zu fallen am 19.01.2007
Kurze Zeit nachdem die Kameraden von der Personensuche wieder ins Gerätehaus Wietze eingerückt waren, klingelte dort das Telefon. Die Anruferin meldete einen Baum, der von ihrem Grundstück auf das Dach der Garage ihres Nachbarn zu fallen drohte.
Daraufhin rückte der Rüstwagen dann zum Dritten Einsatz an diesem Tag in die Steinförder Straße aus. Nach der Erkundung und der Lagemeldung wurde von der Besatzung des Rüstwagen über Funk noch ein weiteres Fahrzeug angefordert, worauf dann das Tanklöschfahrzeug in die Steinförder Straße mit ausrückte.
Vor Ort musste erst einmal der Baum gesichert werden, da aufgrund des immer noch anhaltenden Windes der Baum jeder Zeit zu fallen drohte. Mittels des sogenannten "Greifzuges" wurde der Baum dann gesichert, mit der Kettensäge angesägt und dann mit der Zugvorrichtung des Greifzuges langsam zu Fall gebracht.
Bäume drohen auf Wohnhaus zu fallen am 20.01.2007
Das Sturmtief "Kyrill" ließ auch 2 Tage später die Wietzer Kameraden nicht zur Ruhe kommen!
Nachdem bereits in den vorherigen Tagen diverse Bäume im Wietzer "Kastendamm" beseitigt wurden, so mussten auch an diesem Tag gleich 2 Bäume, die auf ein Wohnhaus zu stürzen dohten, beseitigt werden. Bei beiden Bäumen konnte man klar erkennen, das die Wurzeln der Bäume bereits aus dem Boden herausragten.
So wurde durch die Seilwinde des Rüstwagen der erste Baum vorerst gesichert, dann mit der Kettensäge "angeschnitten" und dann so langsam zu Fall gebracht.
Das selbe wurde bei dem zweiten Baum auch gemacht, allerdings war hier die Bergung deutlich schwieriger, weshalb auch ein Mitarbeiter des Forstamtes hinzugezogen wurde.
So wurde in Absprache mit dem Mitarbeiter sowie dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister auch dieser Baum fachmännisch beseitigt.
Nach 3 Stunden war dieser Einsatz bearbeitet, vor Ort waren 4 Kameraden mit dem Rüstwagen.
Baum von Garage beseitigen am 20.01.2007
Nachdem der Einsatz im Kastendamm Nr. 6 beendet war, ging es gleich im Anschluß direkt in die Nachbarschaft der ersten Einsatzstelle. Hier war ein Baum auf eine Garage gestürzt. Der Baum wurde mittels einer Kettensäge vom Dach der Garage beseitigt und die Einsatzstelle dann dem Eigentümer übergeben.








