
Sportveranstaltungen: 24-h-Schwimmen 1994
24-Stunden-Spektakel im Wietzer Freibad
(von Kurt Trumtrar)
584 Teilnehmer schwimmen 2.772 Kilometer - Schwimmbecken war zeitweise völlig überfüllt
Schier überzulaufen schien das Schwimmbecken des Wietzer Freibades beim achten 24-Stunden-Schwimmen der Schwimmsparte des TSV Wietze. Herrlicher Sonnenschein und eine Wassertemperatur von mehr als 25 Grad waren die wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Beteiligung an dieser Breitensportveranstaltung, bei dem in erster Linie für die Freizeitsportler gedachten Schwimmspaß.
Mit 584 Teilnehmern konnten die TSV-Schwimmer rund 100 Schwimmbegeisterte mehr begrüßen als bei der bisher erfolgreichsten Veranstaltung im Jahr 1990. Auch bei der von allen Beteiligten zurückgelegten Gesamtstrecke konnte man eine leichte Verbesserung um rund 70.000 Meter auf 2.772.400 Meter verzeichnen.
TSV-Schwimmspartenleiter Kurt Trumtrar und Wietzes Bürgermeister Rolf Marheinecke, schickte die Schwimmer
ins Wasser. Schnell waren alle sechs Bahnen voll belegt, so daß vor allem die Mitarbeiter am Beckenrand von Beginn an alle Hände voll zu tun hatten, um die geschwommenen Bahnen zu registrieren.
Eine relativ milde Sommernacht sorgte dafür, dass auch nachts immer genügend Teilnehmer im Wasser waren. Um Mitternacht zogen noch mehr als 70 Schwimmbegeisterte ihre Bahnen. Ein zusätzlicher Anreiz waren die Preise, die von den Veranstaltern für die Schwimmer ausgesetzt waren, die in der Zeit zwischen 1 und 5 Uhr die längste Strecke zurücklegen. Diese Nachtrally wurde von Iris Timme (Hermannsburg – 11.400 Meter) und Michael Wahl (Wietze – 7.000 Meter) gewonnen.
Ehe es zur Siegerehrung kam, wurden die Erinnerungsurkunden und Medailen verteilt. Während alle Schwimmer, die mindestens 100 m zurückgelegt hatten, eine Erinnerungsurkunde in Empfang nehmen konnten, erhielten die Teilnehmer mit mehr als 1.000 Metern eine Bronzemedaille, mit mehr als 3.000 Metern eine Silbermedaille, und wer mehr als 5.000 Meter geschafft hat, durfte sich über eine Goldmedaille freuen.
Und gerade hier hatten sich die Veranstalter leicht verrechnet. Blieben zahlreiche bronzene und silberne Medaillen über, so fehlten am Ende rund 30 Goldmedaillen.
Eine überragende Leistung vollbrachte innerhalb der 24 Stunden die 15jährige Hermannsburgerin Iris Timme, die mit 45. 000 Metern einen neuen Veranstaltungsrekord schwamm. Hinter ihr schwammen sich die Cellerin Jennifer Hinze mit 28. 000 Metern auf Platz zwei und Milena Michalika vom veranstaltenden TSV mit exakt 20.000 Metern auf Platz drei.
Bei den Herren hatte am Ende Michael Wahl mit 32.500 Metern die Nase vorn, gefolgt von Florian Spinder mit 22.000 Metern und Carsten Hülse mit 20.100 Metern. Alle drei kommen aus Wietze.
Als beste Familie – gewertet wurden drei Teilnehmer, die aber mindestens zwei Generationen angehören mußten – erwies sich als die Familie Hinze aus Celle mit 57.100 Metern, gefolgt von den Wietzer Familien Hülse mit 51.100 m und Spinder mit 48.100 m.
Ein Erinnerungspräsent erhielten die beiden ältesten Teilnehmer Thea Möller-Althaus (80 Jahre) aus Celle und Walter Häse (80 Jahre) aus Wietze. Als jüngste Starter wurden die beiden TSV-Schwimmküken Sandra Petersen (5 Jahre) und Rene Vollmershausen (4 Jahre) ausgezeichnet.








