
Wietze: Landschaftstypen
Gemeinde Wietze
Landschaftstypen(Von Claus-Friedrich Schrader)
Das Gebiet der Gemeinde Wietze ist gegliedert in drei sehr unterschiedliche Landschaftstypen, die sich von west- östlicher Richtung von Norden nach Süden ausdehnen.
Die Allerniederung
Die Allerniederung ist eine schmale von benachbarten Dünenketten stark eingeengte Talaue, die von der sie durchfließenden Aller geprägt ist. Umfangreiche Begradigungen im 20. Jahrhundert im Zuge der Schiffbarmachung haben den Verlauf des Flusses stark verändert. Die vorherrschenden hohen Grundwasserstände begünstigen einen hohen Grünlandanteil in der Allerniederung.
Die Allerniederung im Bereich der Gemeinde Wietze ist Teil des FFH - Gebietes Nr. 90, „Aller (mit Barnbruch), Untere Leine, Untere Oker".
Die Allerdünen
Die Allerdünen grenzen im Süden an die Allerniederung an. Hier befinden sich Siedlungsgebiete der einzelnen Ortsteile. Der magere Boden erschwert die landschaftliche Nutzung in diesem Bereich, daher sind hier die Kiefernwälder kennzeichnend für diesen Landschaftstyp.
Das Moor- und Bruchland
Das Celler Moor- und Bruchland schließt sich südlich an die Allerdünen an.
Prägender Bestandteil sind hier die Niederungen der Wietze und der Wulbeck. Die anzutreffenden Grundwasserstände begünstigen die landwirtschaftliche Nutzung. Die früher vorherrschenden hohen Grundwasserstände sind durch die Entwässerung der Hochwassergewinnungsanlagen der Stadt Hannover stark abgebaut worden.
Der Landschaftsrahmenplan des Landkreises Celle von 1991 formuliert das hohe Maß an Schutzwürdigkeit für das Celler Moor- und Bruchland. Dieser Status wird unterstrichen durch das bereits vorhandene Naturschutzgebiet „Hochmoore bei Wieckenberg“ (NSG Lü-177) und das Naturwald-Reservat „Hellern“, das Waldgebiet südlich von Wieckenberg ist unter dem Namen „Hellern bei Wietze" als FFH-Gebiet Nr. 300 ausgewiesen.
Den „Räumenwiesen“ und dem „Bärenbruch“ in den Offenlandflächen südlich von Wieckenberg werden im Landschaftsrahmenplan unter der Gebietsnummer WI 6 ähnlich wichtige Charakterisierungen zugewiesen.
Der beschriebene Landschaftsraum befindet sich zum überwiegenden Teil in landwirtschaftlicher Nutzung, die nach Süden hin in zunehmendem Maße in Grünlandbewirtschaftung und kleinflächige Strukturierung mit Hecken und Feldgehölzen übergeht. Vereinzelt sind Eichen-Birkenwälder und Erlen- Birkenbrüche eingestreut.
Entlang der Wulbeck hat sich ein Erlensaum erhalten. Der Verlauf der Wietze ist stark ausgebaut und begradigt, der Gehölzbestand ist diesem Ausbau zum Opfer gefallen.
Im Südosten schließt sich ein strukturreicher Mischwald auf feuchtem Standort an.
Die Flussauen von Wietze und Wulbeck sind integraler Anteil dieser Flächen. Die Wietze und die Wulbeck ab Wieckenberg sind im Niedersächsischen Fließgewässerschutzsystem als Hauptgewässer 1. Priorität verzeichnet. Sie sind ein repräsentativer Fließgewässertyp der naturräumlichen Region Weser–Aller-Flachland.
Als Nebengewässer sind die Wietze sowie der Rixförder Graben im Schutzsystem benannt.
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