
Förderverein Schwimmbad-Wietze: Gründung
Wietzes Schwimmbad soll erhalten werden
Wunder werden vom Förderverein nicht erwartet
(Von Andreas Babel, CZ, 18.4.2001)
WIETZE. Heute Abend soll in Wietze ein Zeichen gesetzt werden. So möchte zumindest Wietzes Bürgermeister
Hermann Holzbach die geplante Gründung des Schwimmbad-Fördervereins verstanden wissen. Dazu hat er um 19 Uhr in den „Schützenhof Speiet” alle Interessierten nach Wietze eingeladen.
„Wir können von der Gründung eines solchen Fördervereins keine Wunder erwarten.
Es erwartet natürlich keiner, dass wir die mehr als eine halbe Million Mark Unterhaltungskosten pro Jahr aus der
Welt schaffen”, meinte Holzbach gestern gegenüber der CZ.
Was der Verein erziele soll, das sei ein „besseres Solidaritätsgefühl in der Bevölkerung” so Holzbach. Der Verein wird nach einem Antrag der CDU/FDP-Gruppe und einer Empfehlung des Kultur- und Sportausschusses der Gemeinde heute Abend höchst wahrscheinlich ins Leben gerufen.
Niemand wolle, dass das Hallen- und Freibad eingestampft werde. „Wir wollen diese segensreiche Einrichtung nicht verlieren”, so der Bürgermeister. Geplant ist, dass die einzelnen Mitglieder des Fördervereins dem Bad nicht nur finanziell etwa durch jährlichen Beitrag oder Jahreskarten helfen, sondern auch durch „Hand- und Spanndienste”,
also aktiver Arbeit im Bad.
Klar stellt Holzbach aber auch, dass sich die Gemeinde nicht aus der Verantwortung stehlen wolle. Sie werde keine
Verantwortung übertragen, sondern natürlich weiter Betreiber des Bades sein. Es gehe darum, auch mit den Vereinen, dem TSV und der DLRG, an einem Strang zu ziehen.
Das 1974 und 1975 errichtete Bad bedarf dringend der Renovierung. Die Fußböden in den Duschen des Hallenbades
müssen abgedichtet, das Flachdach muss erneuert werden. Dafür schätzt das Bauamt die Kosten auf eine halbe Million Mark. Denselben Betrag setzt es für den Bereich der Technik an. Die Wärmerückgewinnung aus dem Jahr 1980 muss erneuert, die Lüftungsanlagen, die Heizungsanlage und -steuerung und die Desinfesktionsanlagen müssen saniert werden.
Welche Aufgaben der Förderverein übernehmen soll, regelt ein Satzungsentwurf.
Hierin wird unter anderem formuliert, dass der Verein Geld- und Sachmittel für den Erhalt des Bades beschaffen soll. Er solle auch Werbung für die Nutzung des Bades betreiben, eventuell auch eigene Veranstaltungen auf die Beine
stellen. Die seit einem Vierteljahr leer stehende „Milchbar” ist übrigens wieder geöffnet.
Der neue Pächter, Reinhard Schmidt aus Wietze, hat das Restaurant Ende vergangener Woche wieder in Betrieb genommen. Es wird wohl einen neuen Namen tragen.
Einladung zur Gründungsversammlung
Knapp 100 Menschen gründen Schwimmbadförderverein Wietze
Hans-Hermann Pape zum Vorsitzenden gewählt
(Von hjg, CZ, 19.4.2001)
WIETZE. In der Gemeinde Wietze gibt es seit Mittwochabend einen neuen Verein.
Als Gründungsmitglieder kamen 93 Frauen und Männer, jüngere wie ältere, aus Wietze und zum Teil auch aus der Nachbargemeinde Hambühren. Sie alle sind einig im Ziel: Das Frei- und Hallenbad im Sportzentrum an der
Wieckenberger Straße muss erhalten bleiben.
Aufgabe der einfachen Mitglieder wie des Vorstandes wird es sein, das Schwimmbad zu fördern. Dies kann durch
eigene Leistungen ebenso geschehen wie durch Werbung und das Sammeln von Geld.
Alles ist nötig, uni die enormen Kosten zu verringern. Allein die Unterhaltung der Anlagen kostet die Gemeinde jährlich
weit mehr als eine halbe Million Mark. Außerdem sind in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen unter anderem in die rund 25 Jahre alte Technik nötig.
Die Teilnehmer der Gründungsversammlung wählten folgenden Vorstand:
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Vorsitzender Pape dankte am Ende für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und schloss mit dem Appell an alle Anwesenden: „Besser wir gehen baden als unsere Bäder.”
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Neuer "Förderverein Schwimmbad-Wietze e.V. gegründet
(Von khm, CK, 25.4.2001)
Wietze (khm). Am vorigen Mittwoch konnte Bürgermeister Hermann Holzbach 93 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wietze im Saal bei Helmut Speiel begrüßen. Sie waren alle an der Erhaltung des Hallen- und Freibades Wietze interessiert.
Wie in vielen anderen Gemeinden bildet die Unterhaltung des Schwimmbades auch für die Gemeinde Wietze bei leeren Gemeindekassen ein immer größer werdendes Problem. Die Einwohner Wietzes, aber nicht nur diese, sondern auch Dauernutzer des Bades aus den umliegenden Ortschaften, sind brennend an der Erhaltung diese Bades interessiert. Daher waren sie so zahlreich dem Ruf der Gemeinde gefolgt um einen Förderverein für die beiden Bäder in Wietze zu gründen.
Herr Holzbach begrüßte die Anwesenden und freute sich über einen vollen Saal und das große Interesse an dem Thema.
Bürgermeister Holzbach erläuterte noch einmal kurz die Gründe, die für einen Förderverein sprechen und stellte dann eine Mustersatzung für diesen Verein zur Debatte. Während der folgenden Beratung wurden einige Anderungsanträge für bestimmte Punkte eingebracht. Es wurde z.B. der Punkt Amtszeit des Vorstandes geändert und auch hei den Mitgliedsbeiträgen gab es Anderungen. Alle Anträge wurden ausgiebig erläutert und entweder genehmigt oder abelehnt. Einschneidende Anderungen gab es aber nicht.
Im Grunde ging es mehr oder weniger lediglich um Verfahrensfragen. Am Ende der Debatte wurde der Entwurf aber einstimmig angenommen. Er wird aber erst gültig durch die Eintragung ins Vereinsregister.
Dann schritt man zur Wahl eines Vorstandes. Vorgeschlagen wurden hier nicht nur Vertreter aus Wietze, sondern auch Interessenten aus Hambühren oder Ovelgönne.
In den neuen Vorstand des Fördervereins wurden gewählt: Vorsitzender: Hans-Hermann Pape, stellv. Vorsitzender Christoph Bartsch, Kassenführer Wolfgang Klußmann, Schriftführerin Ina Henning, Fachwart für Schwimmsportfragen Joachim Vollmer.
Folgende Beisitzer wurden ebenfalls gewählt: David Liebig, Michael Hild, Thomas Henriss und Peter Tornow (Hambühren).
Der neue Vorsitzende, Hans-Hermann Pape, dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und richtete am Ende an alle den Appell: "Besser wir gehen baden als unsere Bäder!"
Aufgabe des neuen Vereins wird die Förderung der Bäder sein. Dieses kann durch Eigenleistung geschehen, aber auch durch Werbung von Sponsoren, neuen Mitgliedern und Sammlung von Geldbeträgen, um die enormen Kosten für die Unterhaltung der Bäder aufzubringen. Allein die Unterhaltung der Bäder schlägt für die Gemeinde jährlich mit mindestens einer halben Million zu Buche. Außerdem stehen in den nächsten Jahren große Investitionen in die rund 25 Jahre alte technische Anlage bevor.
Wünschen wir also dem neuen Vorstand viel Glück und ein gutes Händchen, damit der Gemeinde die Bäder erhalten bleiben und nicht, wie in vielen anderen Fällen, still gelegt werden müssen. Die 93 Besucher der Veranstaltung wurden anschließend in die Liste der Gründungsmitglieder des Vereins eingetragen.













